Vortrag: Die Agenda der „Israelkritiker“ am 25. Mai 2011

Am Mittwoch, 25. Mai 2011 um 19 Uhr, referiert Alex Feuerherdt über “Die Agenda der Israelkritiker” im Stadtteil- Zentrum Nordstadt e.V., im Gebäude Bürgerschule, Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (Schaufelder Straße).

Im Auftrag der Vereinten Nationen erarbeitet und veröffentlicht eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Juristen Richard Goldstone einen Bericht, der eine fast 600 Seiten dicke, vehemente Anklageschrift gegen Israel ist und sich zu großen Teilen auf Stellungnahmen antiisraelischer Nichtregierungsorganisationen (NGOs) stützt. Die populäre Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezichtigt den jüdischen Staat in einer umfangreichen Broschüre wahrheitswidrig, den Palästinensern das Wasser zu stehlen und sie dadurch an den Rand des Verdurstens zu bringen.

Europäische Politiker und Friedensaktivisten setzen sich mit todessehnsüchtigen Islamisten buchstäblich in ein Boot, um die vermeintlich völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, und provozieren einen Einsatz des israelischen Militärs – doch der Deutsche Bundestag verurteilt in einer Resolution nicht etwa die gegen Israel gerichtete Gaza-Flotte, sondern den jüdischen Staat, und das auch noch ohne eine einzige Gegenstimme. Nahezu alle westlichen Politiker betrachten nicht die Hamas und die Fatah – deren unlängst geschlossenes Bündnis sowohl für den jüdischen Staat als auch für den Friedensprozess verheerende Folgen haben dürfte –, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als „Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten“ und sind hellauf empört, wenn ihnen die Frage gestellt wird, warum Juden in einem zukünftigen palästinensischen Staat eigentlich nicht leben dürfen sollen.

Wie kommt es, dass Israel – nicht zuletzt von NGOs, die sich die Verteidigung der Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben haben – immer wieder dämonisiert und ihm de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen? Warum wird diesen Feinden so viel Verständnis gezollt oder gar Sympathie entgegen gebracht? Weshalb ist die so genannte Israelkritik vor allem hierzulande so ungeheuer populär, und was treibt sie an?

Zum Referenten: Alex Feuerherdt (Jahrgang 1969) ist freier Autor und lebt in Köln. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zum Thema Nahost, unter anderem für die „Jüdische Allgemeine“, „Konkret“, den „Tagesspiegel“ und die „Jungle World“

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