Veranstaltung: Lernen Jugendliche in deutschen Schulen Israelfeindschaft? am 22. September 2016

Flyer Tagung 22.09.2016

Tagung: Lernen Jugendliche in deutschen Schulen Israelfeindschaft?

Termin: 22. September 2016, 10 bis 18 Uhr
Ort: Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, Waterloostraße 8, 30169 Hannover

Der Tagungsbeitrag beträgt 12 Euro.

Lesung: „Israel ist an allem schuld“

Georg M. Hafner und Esther Schapira lesen aus ihrem 2015 erschienenen Buch „Israel ist an allem schuld – Warum der Judenstaat so gehasst wird“.

Kooperationsveranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover e.V. und der der Stadtakademie an der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover

Termin: 22. September 2016, 19 Uhr
Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche (Leibnizsaal), Rote Reihe 8, 30169 Hannover

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Anmeldung

Per Brief:

Deutsch- Israelische Gesellschaft e.V., Arbeitsgruppe Hannover c/o Dr. Kay Schweigmann-Greve, Brucknerring 7, 30629 Hannover oder Postfach 1267, 30954 Hemmingen
Per E-Mail: info@dig-hannover.de

 

 

Tagung: Lernen Jugendliche in deutschen Schulen Israelfeindschaft?

„Jude“ ist auf deutschen Schulhöfen heute erneut zu einem Schimpfwort geworden. Israel gilt jungen Menschen in Deutschland – wie Umfragen zeigen – als größte Bedrohung des Weltfriedens. Während des antisemitischen Sommers 2014 skandierten tausende Kinder und Jugendliche meist arabischen oder türkischen Hintergrundes gemeinsam mit Erwachsenen auf Demonstrationen gegen Israel: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf‘ allein!“, „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ und andere Juden und Israel verachtende Parolen. Werden die Schulen in Niedersachsen ihrer Verantwortung gerecht, diesem Antisemitismus und Antiisraelismus ent- gegenzutreten? Welche Unterstützung erhalten Lehrerinnen und Lehrer, die sich diesen Themen widmen wollen, von der Bildungspolitik, den Schulleitungen und den Schulbuchverlagen? Und welches Israelbild vermitteln niedersächsische Schulbücher? Über diese Fragen soll auf der Tagung am 22. September in Workshops und auf einer Podiumsdiskussion aufgeklärt und diskutiert werden. Die Idee zu dieser Veranstaltung ist vor dem Hintergrund des antisemitischen Sommers 2014 und der ein Jahr später veröffentlichten Empfehlungen der Deutsch-Israelischen Schulbuchkommission entstanden. Wir glauben, dass dem grassierenden Antisemitismus und Antiisraelismus unter jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund nicht mit der nötigen Bestimmtheit begegnet wird. Darüber wollen wir mit den Teilnehmer*innen der Tagung diskutieren.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr. Nach der Begrüßung, der Vorstellung der Referent*innen und einer Einführung in die Thematik werden mehrere Workshops angeboten (von 10.45 bis 12.15 Uhr und nochmals von 13 bis 14.30 Uhr. So kann jeder an zwei unterschiedlichen Workshops teilnehmen.):

1. Antisemitismus im Klassenzimmer/ auf dem Schulhof /unter Jugendlichen

Leitung: Cordula Behrens (Sozialwissenschaftlerin und Lehrerin, Mitglied der Schulbuchgruppe der deutschen Sektion von Scholars for Peace in the Middle East und Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Oldenburg e.V.) und Max Moses Bonifer (2013 bis Ende 2014 Stadtschulsprecher in Offenbach, zuletzt Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung Hessen)

2. Die Macht der Bilder (welche Bilder werden in Schulbüchern in welcher Weise verwendet?)
Leitung: Dr. Georg M. Hafner (Autor zahlreicher Filmdokumentationen,
freier Autor und Publizist; bis 2013 leitender Fernsehredakteur bei der ARD)

3. Welches Bild von Israel vermitteln deutsche Schulbücher (welche Aspekte werden betont, was wird ausgeblendet?)
Leitung: Jörg Rensmann (Politikwissenschaftler und freier Autor, Vorstandsmitglied des Mideast Freedom Forum e.V. und der deutschen Sektion von Scholars for Peace in the Middle East) und Dr. Klaus Thörner (Dipl.-Pädagoge und Dipl.-Sozialwissenschaftler, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Oldenburg e.V. und Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von Scholars for Peace in the Middle East)

Von 15 bis 17 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion, die Kay Schweigman-Greve, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Hannover, moderieren wird. Für das Podium sind angefragt:
• Max Moses Bonifer (ehemaliger Stadtschulsprecher in Offenbach)
• Dr. Georg M. Hafner, freier Autor und Publizist
• Dr. Klaus Thörner, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Oldenburg • Lisa Scheremet, niedersächsische Hauptschullehrerin
• Dr. Dirk Sadowski (Georg-Eckert-Institut / Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung), Braunschweig

• Das niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung, Hildesheim • Die Gewerkschafte Erziehung und Wissenschaft (GEW)
• Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
• Vertreter*innen der Schulbuchverlage Cornelsen, Klett und Westermann

In der Mittagspause werden vor Ort Fingerfood und Getränke angeboten.
Die Veranstaltung endet um 17 Uhr. Der Tagungsbeitrag beträgt 12 Euro.

 

Lesung: „Israel ist an allem schuld“

Georg M. Hafner und Esther Schapira lesen aus ihrem 2015 erschienenen Buch „Israel ist an allem schuld – Warum der Judenstaat so gehasst wird“.

Wenn Israelkritik eigentlich die Juden meint

Kaum ein Land regt die Menschen mehr auf als Israel. Der 1948 gegründete Judenstaat polarisiert besonders die Deutschen.
Georg M. Hafner und Esther Schapira fragen, warum das so ist. Ihre These: Es ist der über Generationen weitergegebene Hass auf Juden, gespeist aus deutscher Schuldabwehr, Ignoranz und mangelnder Empathie. Die Autoren zeigen die Befangenheit der Medien, das gestörte Verhältnis der Linken zu Israel und den Antisemitismus der Eliten. Wer sich in Deutschland kritisch zu Israel äußert, spricht sich gerne vorsorglich frei und verkündet: Man sei kein Antisemit und lasse sich den Mund nicht verbie- ten. Doch wie unbefangen können die Kinder und Enkel der Mörder und Mitläufer überhaupt sein, wenn es um Israel und Juden geht? Wer über Israel herzieht, kann sich – historische Schuld hin oder her – einer wachsenden Zustimmung sicher sein. Ungemütlich wird es nur für den, der Israel verteidigt.

Georg M. Hafner und Esther Schapira zeigen, dass 70 Jahre nach dem Ende des Holocaust antisemitische Vorurteile wieder Konjunktur haben. Es ist der alte Hass auf Juden, die Abwehr der eigenen Schuldgefühle oder unbewusst übernommene antisemitische Stereotype. Wer behauptet, Israel führe einen ‚Vernichtungskrieg‘ gegen die Palästinenser, wer die Existenzberechtigung Israels diskutiert oder wer Menschenrechtsverletzungen Israels anprangert, aber sich für die Verbrechen des Sudan oder Nordkoreas nicht interessiert, der misst mit zweierlei Maß und muss sich die Frage gefallen lassen, wie antisemitisch er eigentlich ist.

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