Termin: „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“

Matthias Küntzel – „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“: am Donnerstag, 3. November 2011, 19.00 Uhr im Stadtteil-Zentrum Nordstadt e.V. – Bürgerschule – Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (Schaufelder Straße)

Nach der Zerschlagung der iranischen Demokratiebewegung im Juni 2009 ist die Gefahr nuklearer Abenteuer gestiegen. Ahmadinejad glaubt an die Wiederkunft des schiitischen Messias, die er durch Chaos in der Welt beschleunigen will. Bis heute ist Deutschland mit dem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, wirtschaftlich, politisch und kulturell enger verbunden als jedes andere europäische Land. Soll es bei dieser „verhängnisvollen Freundschaft“ bleiben? Oder wird die Bundesregierung die besonders engen Drähte zwischen Teheran und Berlin als Druckmittel einsetzen, um eine Katastrophe abwenden zu helfen?

Die besondere Beziehung zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Matthias Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin beweist. In einer spannenden Darstellung beleuchtet er die Rolle deutscher Unternehmen beim Aufbau der persischen Industrie, beschreibt die „Achse der Arier“ während des Dritten Reichs, erinnert an die Freundschaft zwischen Westdeutschland und dem Schah und analysiert das deutsch-iranische Verhältnis von den Anfängen der Mullahdiktatur bis zur Gegenwart. Sein hochaktuelles Buch wird der Debatte über die deutsche Iranpolitik neue Impulse verleihen.

Matthias Küntzel, Jahrgang 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist in Hamburg. Er ist research associate des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) an der Hebrew University in Jerusalem sowie Vorstandsmitglied der internationalen Wissenschaftlervereinigung „Scolars For Peace In The Middle East“. Seine Analysen über Islamismus und Iran wurden in über zehn Sprachen übersetzt und sein Buch „Djihad und Judenhass“ mit mehreren Preisen bedacht.

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