Protestaufruf gegen iranischen Botschafter

Ort: Rote Reihe 6, Hannover
Zeit: Donnerstag, den 18. April, 17:45 Uhr

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover ruft zusammen mit dem Bündnis STOP THE BOMB und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen zum Protest gegen die Einladung des iranischen Botschafters Ali Reza Sheikh Attar durch die Evangelischen Akademie Loccum auf. Dieser soll als Gouverneur der Provinzen Kurdistan und Westaserbaidschan in den 80er Jahren den Tod Hunderter Menschen zu verantworten haben. “Auf seine Anordnung sollen Angehörige der Revolutionsgarden Massenerschießungen und Vergewaltigungen begangen haben”, schreibt die Tageszeitung taz.

Alireza Sheikh Attar (Bild: A. Asfari / CC-Lizenz 3.0)

Alireza Sheikh Attar (Bild: A. Asfari / CC-Lizenz 3.0)

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 18. April sollen der Botschafter und Kazem Sadjadpour vom iranischen Außenministerium an der Konferenz „Neue Politik für den Mittleren Osten. Wie kann die iranische Zivilgesellschaft gestärkt werden?“ in Loccum teilnehmen.

An diesem Donnertag will die DIG zusammen mit anderen Gruppen um 17:45 Uhr gegen die Hofierung des iranischen Regimes vor dem Gebäude der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, die für die Akademie Loccum verantwortlich ist, demonstrieren.

“Es ist eine Verhöhnung der jungen iranischen Generation und ihrer Courage, wenn die Evangelische Akademie Loccum vorgibt, mit dieser Konferenz die iranische Zivilgesellschaft stärken zu wollen”, sagt der DIG-Vorsitzende Kay Schweigmann-Greve. Es sei besonders absurd, mit einem Ahmadinejad-Vertrauten wie Attar oder mit einem Vertreter des iranischen Außenministeriums, unter dessen Ägide 2006 die Holocaustleugner-Konferenz in Teheran veranstaltet wurde, über eine ‚Stärkung der iranischen Zivilgesellschaft’ diskutieren zu wollen.

Doch unabhängig vom jeweiligen Thema fällt jeder Auftritt von Vertretern der Diktatur der Ajatollahs der iranischen Opposition im Iran und im Exil in den Rücken und dient der Legitimation der Politik der Machthaber in Teheran. Diese beinhaltet bekanntlich neben Schwulenverfolgung, Frauenunterdrückung und blutiger Repression gegen die Freiheitsbewegung wiederholte Vernichtungsdrohungen gegen Israel sowie ein Nuklear- und Raketenprogramm, mit dem diese Drohungen in absehbarer Zeit in die Tat umgesetzt werden könnten.

Anstatt mit den Mördern der iranischen Freiheitsbewegung und antisemitischen Holocaustleugnern einen fruchtlosen Dialog zu führen, muss der Westen sich endlich unmissverständlich zur Unterstützung der iranischen Opposition bekennen.

Grußworte sind geplant von Sven Christian Kindler MdB (Grüne) und Michael Höntsch MdL (SPD).

Reden:

  • Michael Spaney, STOP THE BOMB Kampagne
  • Kay Schweigmann-Greve, Deutsch-israelische Gesellschaft, Hannover
  • N.N., Grüne Jugend Hannover
  • Dr. Kazem Moussavi, Green Party of Iran, STOP THE BOMB

Auf der Website von STOP THE BOMB ist dokumentiert:

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