Presseerklärung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover

Jesiden, irakische Christen und auch säkulare Muslime, die in Syrien und im Irak verfolgt und ermordet werden, verdienen unsere Solidarität! Sie sind Opfer von Terroristen, die der gleichen islamistischen Ideologie anhängen, wie Hamas und Islamischer Jihad, die im Gazastreifen Palästinenser als menschliche Schutzschilde missbrauchen, um dahinter ihre Kämpfer und ihre Waffen zu verstecken und für die Judenmord Teil ihres offiziellen Programms ist. Diese Kräfte drohen an der jesidischen Bevölkerung einen Genozid zu begehen. Wir drücken unsere Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen in Deutschland aus und fordern die Bundesregierung zu aktiver und wirksamer Unterstützung der bedrohten Menschen in Syrien und im Iran auf.

Gegenwärtig sind wir Zeuge von zwei menschlichen Tragödien im Nahen Osten: Dem Vordringen der islamistischen Vergewaltiger und Mörder des „Islamischen Staates“ und seines „Kalifen“ in weite Gebiete Syriens und des Iraks. Überall, wo sie auftauchen, verbreiten sie Schrecken unter der Zivilbevölkerung: „Ungläubige“ werden vertrieben und bestialisch umgebracht, erst vor wenigen Wochen musste die Jahrtausende alte christliche Gemeinschaft in Mossul aus ihrer Heimat fliehen, viele Menschen wurden ermordet, unwiederbringliche Kulturgüter zerstört. All dies geschah, ohne dass dies zu größeren Reaktionen in den westlichen Gesellschaften oder bei den hiesigen Kirchen geführt hätte. Auf Internetvideos kann man die Exekution hunderter Menschen, Steinigungen von Frauen und die Enthauptungen von Gefangenen durch IS-„Kämpfer“ verfolgen. Die gegenwärtigen Gewalttaten an den Jesiden, die in der Verbrecherideologie der „IS“ als sogenannte „Teufelsanbeter“ noch rechtloser als Christen und Juden sind, erreichen die Dimensionen eines Völkermordes. Legitimiert wird all dies durch eine Perversion des Islam, den Frauenverachtung, Antisemitismus und glühender Hass auf alle Andersdenkenden charakterisiert. Diese Ideologie, entstanden in Ägypten und Pakistan in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts, hat sich inzwischen in weiten Teilen der islamischen Welt verbreitet und gefährdet zuerst säkulare und demokratisch eingestellte Muslime und die Minderheiten dieser Länder.

Auf die gleichen ideologischen Grundlagen stützt sich die Diktatur der Hamas im Gazastreifen. Auch dort wurden Kinos, Theater und sonstige Symbole „westlicher“ Kultur zerstört, religiös oder politisch abweichende Meinungen werden mit Gewaltandrohung und Mord zum Schweigen gebracht, Oppositionelle – selbst Anhänger der PLO – ermordet. In der Auseinandersetzung mit Israel werden nicht nur wahllos Zivilisten jenseits der Grenze durch Raketenbeschuss gefährdet, Waffenlager und Abschussrampen werden gezielt in Schulen, Moscheen und Wohngebieten untergebracht und die eigene Bevölkerung wird mit Waffengewalt daran gehindert, den israelischen Vorwarnungen Folge zu leisten und sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Opfer unter der eigenen Bevölkerung sind Teil der menschenverachtenden Taktik von Hamas und Islamischem Jihad. Hätte die israelische Armee die Terrortunnel nicht rechtzeitig zerstört, hätten durch sie Mordkommandos in israelische Siedlungen eindringen und möglichst viele Menschen töten sollen.

Während Israel in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen, sind die Jesiden in Kurdistan auf Hilfe von außen angewiesen!

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover ruft daher zur Teilnahme an der Demonstration der Jesiden am kommenden Samstag auf! Sie soll auch dazu dienen, die Solidarität möglichst vieler Hannoveraner mit den Opfern der islamistischen Gewalt in Syrien und im Irak zu zeigen.

 

Hannover, den 13.08.2014

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