Impressionen vom 29.08

Am 29.08 veranstaltete die DIG Hannover in Kooperation mit dem Jungen Forum der DIG Hannover an der Leibniz Universität eine Veranstaltung zum 80. Todestag von Theodor Lessing. Der AStA der Uni Hannover unterstützte die Veranstaltung und viele Interessierte fanden den Weg zu dem ehemaligen Wirkungsort von Theodor Lessing.

Neben der Abendveranstaltung mit Musik von Stella Perewalova (Piano) und Elena Kondraschowa (Geige) und einem Vortrag von Prof. Dr. Joachim Perels können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Ausstellung „Ich warf eine einsame Flaschenpost ins unermessliche Dunkel“ im Foyer des Audimax bis zum 14.09 betrachten.

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Gedenkveranstaltung zum 80. Todestag Theodor Lessings

Theodor  Lessing wenige Tage vor seiner Ermordung auf dem 18. Zionistenkongress  in Prag.

Theodor
Lessing wenige Tage vor seiner Ermordung auf dem 18. Zionistenkongress
in Prag.

 

Liebe Mitglieder und Freunde der Deutsch-Israelischen Gesellschaft,

vor achtzig Jahren wurde Theodor Lessing von den Nationalsozialisten aus Hannover vertrieben und Ende August in Marienbad im Exil ermordet. Hieran wollen wir in seiner früheren Wirkungsstätte, der Universität Hannover, erinnern.

Ich lade Sie daher ganz herzlich zu einer Gedenkveranstaltung am 29. August 2013 um 18.00 Uhr in den Hörsaal F 142 in der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Hauptgebäude) ein:

Es werden sprechen:

Begrüßung: Dr. Kay Schweigmann-Greve (Deutsch-Israelische Gesellschaft)

Vortrag: Prof. Dr. Joachim Perels

Den musikalischen Rahmen werden Stella Perewalova (Piano) und Elena Kondraschowa (Geige) bieten.

Die Gedenkveranstaltung ist auch gleichzeitig die Eröffnungsveranstaltung für eine Ausstellung über Leben und Werk Theodor Lessings, die aus diesem Anlass bis zum 05.09.2013 noch einmal gezeigt werden soll. Die Ausstellung wird im Foyer (AM/e001 (E056) der Universität bis zum zu sehen sein. Sie erreichen Ausstellung und Veranstaltungssaal bequem, wenn Sie den Nebeneingang an der rechten Seite des Hauptgebäudes (auf dem Weg zur Theodor-Lessing-Bibliothek der Sozialwissenschaftler) benutzen. Der Standort der Veranstaltung ist unten auf der Grafik noch einmal durch den Pfeil eingezeichnet, dort ist auch der Eingang.

Die Veranstaltung bei facebook finden Sie unter: www.facebook.com/events/1400873773463352/

Mit freundlichen Grüßen

Kay Schweigmann-Greve

LessingLUH

(auf das Bild klicken, um es zu vergrößern, copyright by Google Maps)

Samuel Salzborn zu Gast

Fußball-WM der Männer 2006 in Deutschland: Ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer, „Partypatriotismus“ überall auf den Straßen, in den Wohnzimmern und Stadien. Das sei ein „unbeschwerter Patriotismus“ so heißt es in den Feuilletons, eine „Normalisierung“ und „keine Gefahr mehr für die Welt“. „Partypatriotismus“ vielerorts in Deutschland auch 2010 beim Eurovision Song Contest, den die Hannoveranerin Lena mit ihrem Song „Satellite“ gewonnen hat.

Im Zuge dieses neu artikulierten deutschen Nationalstolzes finden aber auch andere Debatten statt. Günter Grass hat mit seiner Novelle „Im Krebsgang“ 2002 den Diskurs um deutsche Opfer im Zweiten Weltkrieg neuinszeniert. Letztes Jahr hat er dann passend dazu in seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ das iranische Atombombenprogramm verharmlost und das antisemitische Stereotyp präsentiert, dass der mehrheitlich jüdische Staat Israel den „Weltfrieden gefährde“.  Weiterlesen

DIG gründet Jugendorganisation

Gründungsveranstaltung des JuFo Hannover

Gründungsveranstaltung des JuFo Hannover

 

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover möchte den 65. Geburtstag Israels zum Anlass nehmen, eine eigene Jugendorganisation zu gründen. “Wir möchten mehr jungen Hannoveranern die Schönheit des Staates Israel nahebringen”, sagt Kay Schweigmann-Greve, Vorsitzender der DIG Hannover. Besonders die israelische Metropole Tel Aviv wäre mit seiner großen Kulturszene, seinem spannenden Nachtleben und dem langen Strand für junge Menschen ein interessantes Reiseziel. Dies sei noch zu wenig bekannt.

Das Junges Forum (JuFo) der Deutsch-Israelischen Gesellschaft will in Zukunft durch Projekte und Veranstaltungen für Jugendliche ab 14, die israelische Lebensart nach Hannover holen. Den Auftakt bildet eine Geburtstagsfeier zum 65. Geburtstag Israels. “Am 14. Mai wollen wir auf die Gründung Israels zurückblicken und mit Freude den Stunden gedenken, als im Stadtmuseum von Tel Aviv eine Nation geschaffen wurde”, sagt Christoph Elsner, einer der Veranstalter der Geburtstagsparty. Sein Kollege Monty Maximilian Ott ergänzt: “Mit israel-typischer Party-Musik und passenden Getränken werden wir im Kulturzentrum Faust Mittelmeer-Feeling erzeugen.”

 

Beginn: Dienstag, 14. Mai, 18.30 Uhr.
Ort: Kulturzentrum Faust, Zur Bettfedernfabrik 3, Hannover

 

Zu diesem Treffen sind israelinteressierte junge Menschen zwischen 14 und 35 Jahren herzlich eingeladen.

Weitere Infos gibt es auf der Website des Kulturzentrum Faust in Hannover-Linden. Gäste können sich über Facebook anmelden.

Wo bleibt das Grass-Gedicht?

(c) DIG Hannover

(c) DIG Hannover

 

 

Wir hätten da einen Vorschlag:

Günter wo bleibt Dein Gedicht?

Warum schwiegst du, verschweigst zu lange,
was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt und in Reden und Paraden aggressiv
angedroht wird?

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
das der Maulheld in Pjönjang seinem unterjochten
und zum organisierten Jubel gelenkten
Volk, den Brüdern und Schwersten in Südkorea und den USA
lautstark androht.

Doch warum untersagst Du Dir
dieses Land beim Namen zu nennen,
in dem ganz offen – keineswegs geheim gehalten –
nukleares Potential in Stellung gebracht wird?

Weil hier nicht mit letzter Tinte die Heimat so vieler
Überlebender unserer Verbrechen als das
denunziert werden kann was wir waren – als Täter?
Weil Koreaner dir egal sind und Amerikaner keine Opfer?

Dein böses, Israel verleumdendes Gedicht
folgt aus innerem Zwang, aus lebenslang verdrängter
Verstrickung. Dein heutiges Schweigen zeigt:
Du hast zur Welt wie sie ist nichts mehr zu sagen.

 

Mehr Infos auf Facebook

Die Karikatur zusammen mit einem Gedichtvorschlag finden Sie hier als PDF-Download