Hummus statt Hamas.

Israelsoldiarität in Hannover zu Zeiten des Gazakrieges und globaler islamistischer Bedrohung:

Angesichts der Ereignisse in Gaza und der sich auch in Hannover lautstark artikulierenden palästinensischen Unterstützer der Hamas und ihrer deutschen Freunde führten die DIG und das Jugendforum gemeinsam am 17.07.2014 eine Demonstration in der Hannoverschen Innenstadt durch. Obwohl die Mobilisierungszeit kaum 24 Stunden betrug, folgten ca. 160 Menschen dem Aufruf. Um sich von dem aggressiven Auftreten der anderen Seite deutlich abzugrenzen, wurde ein betont ziviles Motto gewählt „Hummus statt Hamas“. Jeder Passant, der sich näherte erhielt eine kleine Portion Hummus und unser Flugblatt. Es sprachen u.a. Stephan Grigat (Uni Wien), der sich mit dem ideologischen Charakter der Hamas und ihrer Unterstützer auseinandersetzte, Kay Schweigmann-Greve, der betonte, dass die Toten in Gaza in erster Linie Opfer der zynischen Politik der Hamas sind, und der Abgeordnete des Niedersächsischen Landtages Michael Höntsch (SPD), der von den durch sein Engagement hervorgerufenen Hassmails und Beschimpfungen ihm gegenüber berichtete und den Zusammenhang zwischen islamistischem und rechtsradikalem Antisemitismus betonte. Ein Blickfang unserer Veranstaltung war ein Transparent der örtlichen „Falken“ mit dem Motto der Veranstaltung.

Wenige Tage später zog eine „Free Palestine“ Demonstration durch die Hannoversche Innenstadt, sie führte ähnliche Israel verleumdende Parolen mit wie andernorts, die Polizei vermochte jedoch, wie man der Presse entnehmen konnte, keinen Ausdruck von Antisemitismus zuerkennen. Am Rand dieses Umzuges wurde eine Gruppe proisraelischer Gegendemonstranten – u.a. der MdB und stellvertretende Bundesvorsitzende der DIG Sven Christian Kindler – aus der Demonstration heraus tätlich angegriffen. Auch Kindler erhielt in der Folge eine Vielzahl von Hassmails auf seiner Homepage. Als Reaktion hierauf versammelte sich ein Kreis aktiver Bürger im Abgeordnetenbüro von Michael Höntsch und verfasste eine „Resolution der Hannoverschen Zivilgesellschaft gegen Antisemitismus“. An der Abfassung waren sowohl Ratsvertreter der CDU, Grüne, Sozialdemokraten und Vertreter der Linksjugend als auch die Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und von Chabbad Lubawitsch beteiligt.

Am 16.08.2014 fand dann in Hannover angesichts der schrecklichen Ereignisse im Nordirak eine hauptsächlich von jezidischen Kurden initiierte Demonstration statt, zu deren Unterstützung die DIG Hannover aufrief. Auf der Demonstration selbst fand unser Engagement sehr positive Aufnahme, die Flugblätter mit unserem Solidaritätsaufruf fanden schnellen und interessierten Absatz. In diesem Aufruf hatten wir betont, dass die islamistischen Mörder im Irak, Hamas und Islamischer Djihad derselben menschenverachtenden Ideologie anhängen. Judenmord und der Mord an Andersglaubenden überhaupt, sowie an liberalen und säkularen Muslimen, ist für diese Gruppen Teil einer gemeinsamen gegen Moderne, Liberalität und Pluralismus gerichteten Ideologie. Während die Juden im Staate Israel eine wirksame Selbstverteidigung organisieren können, sind die Kurden und aktuell besonders deren jezidische Minderheit auf Solidarität und internationale Unterstützung angewiesen.

Im Oktober soll nun, initiiert vom Hannoverschen Jugendforum und unterstützt von den „Falken“ ein „Zionistisches Wochenende“ stattfinden um sich vertieft mit dem Gazakonflikt und seiner Behandlung in den Medien, der Ideologie der Islamisten und dem Antisemitismus in der Türkei zu befassen.

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