Hamed Abdel-Samad am 19.05 in Hannover

19.05.2014 um 18 Uhr in Raum B302 im Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1:

Hamed Abdel-Samad ist einer der international wichtigsten Kritiker des politischen Islam, zumal des Islamismus. Seine Autobiographie “Mein Abschied vom Himmel” und seine inzwischen eingetroffene Prognose eines Umbruchs im Nahen Osten “Der Untergang der islamischen Welt” haben ihm massive Kritik in islamischen Ländern eingebracht. Für die These vom faschistoiden Charakter des Islamismus wurde gegen ihn 2013 ein religiös legitimierter Mordaufruf, eine Mord- Fatwa, verhängt.

Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Seit der gegen ihn verhängten Mord-Fatwa lebt er unter permanentem Polizeischutz. Trotz der Bedrohung seines Lebens tritt Hamed Abdel-Samad bei zahlreichen Lesungen und Vorträgen öffentlich auf: „Meine Gedanken können diese Fanatiker nicht erdrosseln.“

In seinem neuen Buch meint Abdel-Samad Parallelen zwischen den Faschisten und radikalen Islamisten erkenn zu können. In scharfen Ton analysiert er die Geschichte und spricht von einem faschistoiden Charakter der bereits im Ur-Islam angelegt sei. So beginnt er bei der Überlieferung Mohammeds und schlägt dabei einen weiten Bogen über die wichtigsten Vordenker der Vergangenheit bis hin zu den vermeintlich gemäßigten Islamisten der Gegenwart.

Im Mittelpunkt von Abdel-Samads Ausführungen steht der Gedanke, dass sich Demokratie und politischer Islamismus ausschließen, begründet darin, dass die Unantastbarkeit der Religion nicht damit vereinbar ist, dass die Macht vom Volk ausgeht.

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