Filmreihe – Die vergessenen Flüchtlinge: Juden aus arabischen Ländern

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Flyer im PDF-Format

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Zum Film

Der preisgekrönte, etwa 50-minütige Dokumentarfilm »Die Vergessenen Flüchtlinge« (»The Forgotten Refugees«) von Michael Grynszpan zeigt die Geschichte, die Kultur und den erzwungenen Auszug nahöstlicher und nord- afrikanischer jüdischer Gemeinden im 20. Jahrhundert. Juden aus Ägypten, dem Jemen, Libyen, dem Irak und Marokko legen auf berührende Art und Weise Zeugnis ab.

Der vom Davidproject Center for Jewish Leadership
und Isra TV produzierte Film verknüpft persönliche Geschichten mit dramatischem dokumentarischen Film- material über die Rettungsaktionen von Juden aus den arabischen Ländern. Analysen zeitgenössischer Histo- riker liefern den Hintergrund für den dokumentierten Rückgang der jüdischen Population in den arabischen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas.

Der Film erhielt den Warshaw Jewish Filmfestival-Preis 2006 und wurde als bester Dokumentarfilm des Marbella International Film Festivals 2007 prämiert.

Zum Hintergrund

Flüchtlinge im Nahen Osten? Wer denkt dabei nicht
an die Palästinenser? Doch während deren Schicksal weltweit beklagt wird, gibt es auch andere Flüchtlinge in der Region, von denen die meisten noch nie etwas gehört haben: Seit jeher existierten im Nahen Osten und in Nordafrika jüdische Gemeinden; etwa eine Million Juden lebten noch in den 1940er Jahren in den arabischen Staaten. Heute sind es nur noch ein paar Tausend, denn nach andauernden Diskriminierungen, Enteignungen, antisemitischer Hetze und Pogromen
im Zuge des aufkommenden arabischen Nationalismus waren die Juden in großer Zahl gezwungen, aus ihren arabischen Heimatstaaten zu fliehen.

Israel hat heute die meisten dieser Flüchtlinge aufgenommen und integriert.

 

Vorgeführt wird die deutsche Fassung des Films, zum Teil in Englisch mit deutschen Untertiteln.

Auf die Filmvorführung folgt ein Vortrag von Tilman Tarach zur historischen Einordnung und aktuellen Bedeutung des Themas.

Danach besteht Gelegenheit zur Diskussion.

 

Die einzelnen Veranstaltungen:

 

Montag, 11. September, 19 Uhr

BRAUNSCHWEIG

Gemeindesaal der Katharinenkirche
An der Katharinenkirche 4
Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit Niedersachsen-Ost http://braunschweig.deutsch-israelische-gesellschaft.de braunschweig@digev.de

 

Dienstag, 12. September, 19.30 Uhr

OLDENBURG

Kulturzentrum PFL (Vortragssaal) Peterstraße 3 oldenburg@digev.de

 

Mittwoch, 13. September, 20 Uhr

HANNOVER

Apollo-Kino, Limmerstraße 50 Kooperation mit dem Apollo-Kino

 

Donnerstag, 14. September, 19 Uhr

GROßBURGWEDEL

Am 14. September findet eine Vorstellung in Großburgwedel im Amtshof statt.

 

Freitag, 15. September, 19 Uhr

CELLE

Bomann-Museum (Filmraum), Schlossplatz 7 Kooperation mit dem Bomann-Museum Celle und dem Celler Netzwerk gegen Antisemitismus

 

Zusammenarbeit der DIG-Arbeitsgemeinschaften
in Niedersachsen und Bremen

Seit etwa zwei Jahren besteht eine kontinuierliche Zusam- menarbeit der DIG-Arbeitsgemeinschaften in Braunschweig, Bremen, Göttingen (Studentengruppe an der Universität), Hannover, Oldenburg und Ostfriesland, die neben ihren lokalen Veranstaltungen gemeinsame Projekte von überregionaler Bedeutung durchführen. Dazu gehört bisher eine Broschüre über den Mythos der „Nakba“ (die palästinensische Dar- stellung der Ereignisse von 1948 im Kontext der Gründung des Staates Israel), ein Kongress über das Israelbild in deutschen Schulbüchern und eine Veranstaltungsreihe über aktuelle Formen des Antisemitismus in unserer Gesellschaft mit 26 Vorträgen und einer Filmveranstaltung. Alle drei Bro- schüren können beim Bundesbüro der DIG angefordert bzw. heruntergeladen werden: www.deutsch-israelische-gesellschaft.de

Die Arbeitsgemeinschaften diskutieren gemeinsam über
die aktuelle Israelpolitik in Niedersachsen und Bremen und entwickeln hieraus Positionen etwa zu den antisemitischen Vorfällen an der HAWK in Hildesheim oder der Wirtschafts- politik Niedersachsens gegenüber dem Iran.
Die aktuelle Veranstaltungsreihe mit dem Film „The Forgotten Refugees“ und dem Referenten Tilman Tarach ist ebenfalls aus diesem Arbeitszusammenhang heraus entstanden.

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