DIG-Präsident Robbe:
“Israel ist konkret bedroht”

DIG-Präsident Reinhold Robbe

DIG-Präsident Reinhold Robbe

 

Im Gespräch mit dem Deutschlandradio Kultur (Audio-Mitschnitt) warb der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, um Verständnis für Israels Rhetorik gegenüber dem Iran. Sie sei Ergebnis “einer selten bedrohlichen Situation”. Viele Europäer würden verkennen, dass Israel konkret bedroht sei. “Nicht wir in Berlin oder in Paris oder in London sind bedroht von den iranischen Scud-Raketen, die auch mit allen möglichen Sprengköpfen ausgerüstet werden können, sondern das ist nun mal in erster Linie Israel”, sagte Robbe.

Der DIG-Präsident betonte, dass Israel in den vergangenen Jahren immer wieder von den Europäern enttäuscht worden sei. Deshalb sollte sich Deutschland nicht dem Trugschluss hingeben, dass die Israelis sich von der Europäischen Union in ihrer Absicht in irgendeiner Weise beeindrucken ließen. Darüber hinaus kritisierte Robbe, dass die zunehmende Zahl islamischer Staaten die Vereinten Nationen immer häufiger dazu missbrauchen würden, Israel zu diskreditieren. “Israel sitzt ständig auf der Sünderbank”, berichtet der DIG-Präsident.

Eine Beteiligung Deutschlands an einem militärischen Vorgehen Israels gegen den Iran lehnte Robbe aber ab. Der ehemalige Bundeswehrbeauftragte des Deutschen Bundestages betonte aber, dass es sich dabei um eine persönliche Meinung handele. “Es ist weniger interessant, wie ich selber diese Frage beantworte, sondern wie unsere Bundesregierung diese Frage beantwortet und unser Parlament”, sagte der DIG-Präsident. Er wies aber darauf hin, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sicherheit Israels “ein Teil der deutschen Staatsräson” genannt hatte. Auch Bundespräsident Joachim Gauck sprach von einem “einzigartigen Verhältnis”, das Deutschland zu Israel habe. Gleichzeitig äußerte Robbe aber auch Verständnis dafür, dass Israel mittlerweile “wenig Vertrauen in Verhandlungen” hätten.

Das gesamte Interview lesen Sie beim Deutschlandradio Kultur.

 

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