Theodor-Lessing-Preis für aufklärerisches Handeln

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der DIG,

 

der Theodor-Lessing-Preis für aufklärerisches Handeln wird seit 2004 von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Hannover, verliehen.


Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir den Preis in diesem Jahr an 

 

Frau Honorargeneralkonsulin Regine Sixt verleihen.

 

Die Veranstaltung findet statt am 7. Oktober 2015, 19.00 Uhr.
Bitte melden Sie sich zügig an, da die Plätze begrenzt sind, weitere Informationen finden Sie in der Anlage.

Israeltage LUH 2014

Auch im Jahr 2014 gibt es wieder die Israeltage an der Leibniz Universität Hannover, die erneut vom Jungen Forum der DIG Hannover organisiert werden. Wie schon im letzten Jahr erwarten wir wieder zahlreiche Besucherinnen und Besuchern um nach den Vorträgen der Referenten gemeinsam diskutieren zu können. Der Besuch von allen Veranstaltungen ist kostenfrei und für alle Interessierten offen.

Mo, 24.11
19h Vortrag von Dündar Kelloglu (Rechtsanwalt, Hannover)
“Ist ISIS eine Erfindung des Mossad? – Überlegungen zum Bild
vom IS in der arabisch-islamischen Öffentlichkeit”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Di, 25.11
19h Vortrag von Jörg Rensmann (Mideast Freedom Forum Berlin)
“Israel ist immer schuld!? – Israel in deutschen Schulbüchern”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Mi, 26.11
19h Buchvorstellung von Stephan Grigat (Universität Wien)
“Die Einsamkeit Israels – Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung”
Hörsaal F128, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Do, 27.11
19h Vortrag von Michael Spaney (Mideast Freedom Forum Berlin)
“»Das Tor zur Hölle ist aufgestoßen« – Der Gazakrieg Sommer 2014”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die antisemitischen Parteien oder Organisationen angehören, der antisemitischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vortrag und Diskussion mit Jörg Rensmann am 16.10

BeitragsbildNakba

Zum “Mythos Nakba” wird Jörg Rensmann am 16.10 im Künstlerhaus Hannover bei der DIG Hannover zu Gast sein.

Er hält einen Vortrag, der sich mit dem palästinensischen “Narrativ” über die Entstehung des Staates Israel auseinandersetzt und es mit den historischen Fakten konfrontiert.

Im Anschluss bleibt Zeit für eine Diskussion. Sie sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Das Plakat finden sie hier: Flyer Rensmann

16. Oktober 2014 – 18:30

Künstlerhaus Hannover

Hamed Abdel-Samad am 19.05 in Hannover

19.05.2014 um 18 Uhr in Raum B302 im Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1:

Hamed Abdel-Samad ist einer der international wichtigsten Kritiker des politischen Islam, zumal des Islamismus. Seine Autobiographie “Mein Abschied vom Himmel” und seine inzwischen eingetroffene Prognose eines Umbruchs im Nahen Osten “Der Untergang der islamischen Welt” haben ihm massive Kritik in islamischen Ländern eingebracht. Für die These vom faschistoiden Charakter des Islamismus wurde gegen ihn 2013 ein religiös legitimierter Mordaufruf, eine Mord- Fatwa, verhängt.

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“Antisemitismus in der Türkei” mit Dündar Kelloglu am 24.04

Am 24.04.2014, 19 Uhr im Freizeitheim Linden:

Die Türkei wird seit dem Jahr 2002 von der islamisch-konservativen 
Partei AKP unter Recep Tayyip Erdogan regiert.
 Die AKP ist bemüht, die Türkei mit neuosmanischen Tendenzen zu einer 
Regionalmacht zu formen. Um in den arabischen
Ländern an Einfluss zu gewinnen, führt die Türkei eine antiisraelische 
Politik.

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Guy Stern am 23.11 in Hannover

Guy Stern: „Dies war mein Krieg. Es war nicht der Gedanke an Rache, sondern an die Menschen, die unter den Nazis litten. Es ging um Solidarität mit den Opfern“ 

Guy Stern, geboren 1922 in Hildesheim, erlebte eine sorglose und vom Antisemitismus unbelastete Kindheit als Mitglied im Sportverein und, nach der jüdischen Grundschule, Pennäler am Hildesheimer Gymnasium. 1933 änderte sich dies schlagartig. Die jüdische Jugendbewegung „Schwarzes Fähnlein“ wurde nun ein wichtiger Rückzugsort vor Ausgrenzung, Beleidigung und Angriffen, die jetzt den Alltag prägten.

1937 gelingt es den Eltern ein Einreisezertifikat für die USA für den Sohn zu erhalten, Guy reist zu einem Onkel nach St Louis, Missouri. In den USA arbeitet er zunächst als Kellner und versucht Geld zu verdienen und Bürgen für die Einreise seiner Familie zu bekommen, dies scheitert. Guy meldet sich 1942 zur US-Army und wird gemeinsam mit anderen Emigranten aus Deutschland in Camp Ritchie als Verhörspezialist für kriegsgefangene deutsche Soldaten ausgebildet. 1944 landet er nur drei Tage nach D-Day, dem Tag der Invasion, in der Normandie. Gemeinsam mit den ebenfalls in Camp Ritchie ausgebildeten Kameraden verhört er deutsche Kriegsgefangene und Überläufer. Er wird in Frankreich, Belgien und Deutschland eingesetzt und verhört sogar einen Hildesheimer aus seinem ehemaligen Sportverein Eintracht. Später erhält er den Bronze Star der Vereinigten Staaten für seine Verdienste bei der Massenbefragung des deutschen Volkssturms.

Nach der Kapitulation Deutschlands macht sich Guy Stern auf die Suche nach seiner Familie und erfährt, dass sie zunächst ins Warschauer Ghetto deportiert und dort bzw. im KZ Treblinka ermordet wurde. Nach Kriegsende fahndet er für die Militärregierung in Karlsruhe nach NS-Kriegsverbrechern und kehrt noch 1945 mit 23 Jahren in die USA zurück, um sein Studium zu beenden. Seine Berufstätigkeit beginnt als Deutschlehrer, heute ist er ein international anerkannter Professor für Deutsche Sprache und Literatur mit dem Schwerpunkt Exilliteratur. Seit 1978 ist Guy Stern Professor an der Wayne State Universität in Detroit, inzwischen Träger der Goethemedaille und des großen Bundesverdienstkreuzes. Wiederholt führten ihn Gastprofessuren nach Deutschland, u.a. an die Universitäten Freiburg, Frankfurt, Leipzig, Potsdam und München.

Guy Stern wird einen kurzen Film über seine Tätigkeit bei den Ritchieboys zeigen und anschließend aus seinen Leben berichten. „Hervorheben werde ich die Tätigkeit meiner Einheit bei der Befragung von Kriegsgefangen, der Untersuchung von Dokumenten, psychologischer Kriegsführung und gegen Ende des Krieges, die Suche nach Kriegsverbrechern. Ebenfalls werde ich die spezifisch jüdischen Erfahrung der Einheit der Ritchieboys während des Krieges thematisieren.“ Auch für Fragen, etwa nach der jüdischen Jugendbewegung, wird Zeit sein. 

Veranstaltung: 

23. November 2013 um 19 Uhr in der Fuhsestraße 6 im Gemeindesaal der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover. 

Der Eintritt ist frei, Prof. Stern freut sich über eine Spende für das Holocaust Museum in Detroit, wo er bis heute tätig ist.

Eine Veranstaltung der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) 

“Israel – Gelobtes Land?”

Siegward Kunath, ev.-reformierter Pastor im Ruhestand, hat eine kritische Stellungnahme zu der EKD Orientierungshilfe “Israel – Gelobtes Land?” verfasst und im ersten STANDPUNKTE Heft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Deutschland veröffentlicht.
Der Autor wird seine Kritikpunkte am 7. November vortragen und versuchen zu zeigen, was seiner Meinung nach in diesem Papier nicht ausgewogen genug, sogar verkürzt dargestellt wird, was theologisch zu hinterfragen ist oder aus sachlich nachvollziehbaren Gründen nicht unwidersprochen bleiben darf.
Dem Autor geht es um faire Darstellung aller Religionsgruppen und um genaue Information zur politischen Lage in Israel und dem Westjordanland, die nichts verschweigt.
Er wird vortragen, wo durch fehlende Information ein nicht ausgewogenes Bild der Situation entstehen kann.
S. Kunath ist durch sein langjähriges Engagement in Israel ein genauer Kenner des Landes und hat dort vielfältige Kontakte.
Der Abend verspricht, einen erweiterten Blick auf das EKD Papier und das Land Israel zu bekommen.
Referent:                Siegward Kunath, P.i.R.
Datum:                     7. November 2013, 19:30 Uhr
Ort:                            Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover, Lavesallee 4, 30169 Hannover (U-Bahn Station: Waterloo)
Veranstalter:         Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover und Arbeitskreis “Juden und Christen” der Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover
(Das Beitragsbild zeigt einen Zusammenschnitt vom Cover der EKD-Orientierungshilfe, (c) B. Werner, (c) GVH2012)

Israeltage an der Leibniz Universität Hannover

BeitragsbildIsraeltageLUH

Vom 11. bis zum 14. November richtet das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover die Israeltage an der Leibniz Universität Hannover aus. An vier Abenden erwartet die Besucherinnen und Besucher ein spannendes Programm: Drei Vorträge werden interessante Diskussionen mit sich bringen, am Donnerstag Abend wird mit “Hannover goes meschugge” der Abschluss gefeiert. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zu den Veranstaltungen zu kommen, sie sind für jeden geöffnet und kostenfrei.

Das Programm gestaltet sich wie folgt:

Mo, 11.11 19h Eröffnung durch Christoph Elsner (JuFo DIG Hannover) anschließend Vortrag von Stephan Grigat (Universität Wien) “Die Einsamkeit Israels. Die Zukunft des Nahost-Konflikts & die Rolle des iranischen Regimes”
Hörsaal F303, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Di, 12.11 19h Vortrag von David Harnasch (Friedrich Naumann Stiftung) “Die zehn geläufigsten Propagandamärchen”
Hörsaal 003, Gebäude 1507, Königsworther Platz 1 (Jura-Gebäude)

Mi, 13.11 19h Vortrag von Monty-Maximilian Ott (JuFo DIG Hannover) “Israelbezogener Antisemitismus von links – ein unterschätztes Phänomenen?”
Hörsaal 003, Gebäude 1507, Königsworther Platz 1 (Jura-Gebäude)

Do, 14.11 22h Abschlussparty “Hannover goes meschugge” mit dem bekannten israelischen DJ “Aviv without the tel”
Café hanOMacke – Conti-Campus, Königworther Platz 1

Die Veranstaltungen bei facebook finden sie unter folgenden Links:
GRIGAT
HARNASCH
OTT
MESCHUGGE

Das Plakat für die kompletten Israeltage gibt es hier.

Lagepläne der Hörsäle:

F303:

 

003:

Lage003

 

(c) der Kartendaten: google-maps
PlakatIsraeltageLUH

Autorenlesung mit Karl Pfeifer am 18.09

BeitragsbildPfeifer

Karl Pfeifer liest aus seinem Buch “Einmal Palästina und zurück – Ein jüdischer Lebensweg”

Karl Pfeifer wurde 1928 in Österreich geboren, floh mit seiner Familie nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazideutschland nach Ungarn und überlebte den Holocaust durch seine Einwanderung nach Palästina mit der Kinder-Alia. Als unbegleiteter Jugendlicher kam er mit einer Gruppe seines Jugendverbandes Hashomer Hazair ins britische Mandatsgebiet.

Pfeifer lebte zunächst im Kibbuz, wurde dann Angehöriger des Palmach, der Eliteeinheit der jüdischen Selbstverteidigungsorganisation Hagana, und britischer Hilfspolizist. Im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpft er als Angehöriger der israelischen Streitkräfte, in der Negev-Wüste gegen die ägyptische Armee. Nach dem Krieg verließ er den Kibbuz und kehrte zunächst zu Ausbildungszwecken zurück nach Österreich. In den vergangenen Jahrzehnten arbeitete Pfeifer in Österreich als Journalist und war ein aktiver Unterstützer der demokratischen Opposition in der Volksrepublik Ungarn, aktuell ist er ein scharfer Kritiker des gegenwärtig dort grassierenden Antisemitismus und der Romaverfolgung. Er gilt als einer der streitbarsten Kämpfer gegen die alten Nazis und neurechte Strömungen in Österreich.

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