“Israel – Gelobtes Land?”

Siegward Kunath, ev.-reformierter Pastor im Ruhestand, hat eine kritische Stellungnahme zu der EKD Orientierungshilfe “Israel – Gelobtes Land?” verfasst und im ersten STANDPUNKTE Heft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Deutschland veröffentlicht.
Der Autor wird seine Kritikpunkte am 7. November vortragen und versuchen zu zeigen, was seiner Meinung nach in diesem Papier nicht ausgewogen genug, sogar verkürzt dargestellt wird, was theologisch zu hinterfragen ist oder aus sachlich nachvollziehbaren Gründen nicht unwidersprochen bleiben darf.
Dem Autor geht es um faire Darstellung aller Religionsgruppen und um genaue Information zur politischen Lage in Israel und dem Westjordanland, die nichts verschweigt.
Er wird vortragen, wo durch fehlende Information ein nicht ausgewogenes Bild der Situation entstehen kann.
S. Kunath ist durch sein langjähriges Engagement in Israel ein genauer Kenner des Landes und hat dort vielfältige Kontakte.
Der Abend verspricht, einen erweiterten Blick auf das EKD Papier und das Land Israel zu bekommen.
Referent:                Siegward Kunath, P.i.R.
Datum:                     7. November 2013, 19:30 Uhr
Ort:                            Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover, Lavesallee 4, 30169 Hannover (U-Bahn Station: Waterloo)
Veranstalter:         Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover und Arbeitskreis “Juden und Christen” der Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover
(Das Beitragsbild zeigt einen Zusammenschnitt vom Cover der EKD-Orientierungshilfe, (c) B. Werner, (c) GVH2012)

Autorenlesung mit Karl Pfeifer am 18.09

BeitragsbildPfeifer

Karl Pfeifer liest aus seinem Buch “Einmal Palästina und zurück – Ein jüdischer Lebensweg”

Karl Pfeifer wurde 1928 in Österreich geboren, floh mit seiner Familie nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazideutschland nach Ungarn und überlebte den Holocaust durch seine Einwanderung nach Palästina mit der Kinder-Alia. Als unbegleiteter Jugendlicher kam er mit einer Gruppe seines Jugendverbandes Hashomer Hazair ins britische Mandatsgebiet.

Pfeifer lebte zunächst im Kibbuz, wurde dann Angehöriger des Palmach, der Eliteeinheit der jüdischen Selbstverteidigungsorganisation Hagana, und britischer Hilfspolizist. Im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpft er als Angehöriger der israelischen Streitkräfte, in der Negev-Wüste gegen die ägyptische Armee. Nach dem Krieg verließ er den Kibbuz und kehrte zunächst zu Ausbildungszwecken zurück nach Österreich. In den vergangenen Jahrzehnten arbeitete Pfeifer in Österreich als Journalist und war ein aktiver Unterstützer der demokratischen Opposition in der Volksrepublik Ungarn, aktuell ist er ein scharfer Kritiker des gegenwärtig dort grassierenden Antisemitismus und der Romaverfolgung. Er gilt als einer der streitbarsten Kämpfer gegen die alten Nazis und neurechte Strömungen in Österreich.

Weiterlesen

Israel-Reise von DIG und KAS

Die Konrad-Adenauer-Stiftung Wiesbaden und die DIG Arbeitsgemeinschaft Frankfurt bieten im März 2013 eine gemeinsame Reise nach Israel an. Zwischen dem 14. und 19. März stehen nicht nur Besichtigungen in Jerusalem und Tel Aviv, sondern auch zahlreiche Gespräche zur aktuellen Situation in Israel und ein Besuch in Ramallah auf dem Programm.

Es besteht zudem die Möglichkeit, die Reise bis zum 24. März zu verlängern. An den fünf Verlängerungstagen sind Besichtigungen im Süden Israels geplant. Angeboten werden unter anderem ein Besuch des Ahava-Kosmetik-Werks am Toten Meer und eine Führung auf die Festung Massada. Ferner werden ein Kibbuz, ein Beduinen-Dorf und die Negev-Heimstätte von Ben Gurion besichtigt.

Auf der Website der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt finden Sie das Reiseprogramm sowie ein Anmeldeformular mit weiteren Informationen zu Reisebedingungen und Preisen (jeweils im PDF-Format).

Mehr als 70 Raketen auf Israel – drei Verletzte

Raketen aus Gaza

Eine nach dem Raketenangriff zerstörte Wohung

 

Seit dem frühen Mittwochmorgen haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen mehr als 70 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in den Bezirken Eshkol und Chof Ashkelon.

Drei Menschen wurden Medienberichten zufolge verletzt, zwei von ihnen schwer. Bei allen drei Verwundeten handelt es sich um ausländische Arbeiter. Fünf Häuser wurden von den Raketen getroffen.

Der Schulunterricht wurde heute im Süden Israels abgesagt.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben Angriffe gegen Stellungen der Terroristen begonnen, von denen aus die Raketenangriffe erfolgt waren. Drei Treffer wurden bereits vermeldet.

Dieser Text ist von der Website der Israelischen Botschaft in Berlin übernommen. Er beruht auf Informationen von Ynet und den Israelischen Streitkräften.

„Human Rights Watch“ kritisiert Hamas

GAZA (inn) – Palästinenser im Gazastreifen sind bei der Strafjustiz der Hamas-Regierung häufig willkürlichen Verhaftungen, Folter, unfairen Gerichtsverhandlungen und Isolationshaft ausgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

In dem 43-seitigen Report zum Thema „Missbräuchliches System: Kriminelle Justiz in Gaza“ dokumentiert HRW „schwerwiegende Verstöße durch Sicherheitskräfte der Hamas , durch Gerichte und Staatsanwälte“. „Nach fünf Jahren Hamas -Herrschaft stinkt ihre Strafjustiz nach Ungerechtigkeit, sie verletzt regelmäßig die Rechte der Gefangenen und gewährt den misshandelnden Sicherheitskräften Straffreiheit“, heißt es in dem Bericht. Die Hamas sollte diese Art von Misshandlungen stoppen, für deren Ende Ägypter, Syrer und andere in der Region ihr Leben riskiert hätten, so HRW.

Die Menschenrechtsgruppe drängte die Hamas , ihr Strafsystem zu reformieren. Willkürliche Festnahmen müssten aufhören, Gefangene sollten mit einem Anwalt sprechen dürfen. Auch die Prozesse von Zivilisten vor Militärgerichten wurden kritisiert. Jegliche Misshandlungen während der Haft sollten geahndet werden.

Für ihren Bericht hatte HRW mit Opfern und deren Familien, Anwälten, Richtern und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen gesprochen und zahlreiche Vorfälle analysiert. Darunter war auch der im August 2008 aufgenommene Fall von Abdel Karim Schrair. Mitglieder des bewaffneten Flügels der Hamas hatten den Palästinenser verhaftet. Sie hielten ihn drei Wochen an einem unbekannten Ort gefangen und folterten ihn, bevor sie ihn der Polizei übergaben. Das erzählten Angehörige und der Anwalt des Opfers HRW. Von Sicherheitskräften der Hamas wurde Schrair erneut gefoltert und durfte seine Familie mehrere Wochen nicht sehen. Als seine Mutter schließlich eine Besuchserlaubnis erhielt, berichtete sie anschließend von Brandwunden auf seiner Brust, Blutergüssen an den Beinen und im Gesicht, Fesselspuren an Händen und Armen sowie von geschwollenen Füßen. Der Mann wurde wegen Kollaboration mit Israel zum Tod durch Erschießen verurteilt. Ein Geständnis habe er zum Teil unter Folter ausgesprochen, heißt es in dem Bericht von HRW. Im Mai 2011 wurde Schrair hingerichtet.

Hamas -Vertreter gaben laut HRW an, Hunderte Mitglieder der Sicherheitsdienste seien seit 2007 wegen Misshandlungen bestraft worden. Die Menschenrechtsgruppe bemängelt jedoch, dass die Hamas -Regierung keine Angaben zu den entsprechenden Fällen, den beteiligten Personen und deren angeblichen Bestrafungen gemacht habe.

Dem Bericht zufolge verhafte auch die von der Fatah-Partei dominierte Palästinensische Autonomiebehörde (PA) im Westjordanland willkürlich Palästinenser. Auch diese seien Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Die innerpalästinensische Rivalität sei ein bedeutender Faktor bei vielen Misshandlungen durch die Hamas , stellte HRW weiter fest.

Hier finden Sie den gesamte Bericht von „Human Rights Watch“ zu diesem Thema.

Von: dn, Israelnetz

Zum Schulanfang Raketen auf Israel

Mann mit Quassam-Rakete

Mann mit Quassam-Rakete

In Israel hat heute das Schuljahr begonnen. Für die Schülerinnen und Schüler im Süden des Landes wurde der erste Schultag nach den großen Ferien allerdings von Sirenengeheul begleitet: Kurze Zeit, nachdem die Glocke zur ersten Stunde ertönt war, mussten die Schüler in Sderot sich bereits in die Luftschutzbunker begeben, denn palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen hatten eine Kassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Rakete detonierte außerhalb der Stadt. Auch am Sonntag waren bereits drei Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Eine detonierte ebenfalls in Sderot, die zweite im Bezierk Shaar Ha-Negev und die dritte auf offenem Gelände. Am Montagnachmittag wurden drei weitere Einschläge gemeldet.