Mehr als 70 Raketen auf Israel – drei Verletzte

Raketen aus Gaza

Eine nach dem Raketenangriff zerstörte Wohung

 

Seit dem frühen Mittwochmorgen haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen mehr als 70 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in den Bezirken Eshkol und Chof Ashkelon.

Drei Menschen wurden Medienberichten zufolge verletzt, zwei von ihnen schwer. Bei allen drei Verwundeten handelt es sich um ausländische Arbeiter. Fünf Häuser wurden von den Raketen getroffen.

Der Schulunterricht wurde heute im Süden Israels abgesagt.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben Angriffe gegen Stellungen der Terroristen begonnen, von denen aus die Raketenangriffe erfolgt waren. Drei Treffer wurden bereits vermeldet.

Dieser Text ist von der Website der Israelischen Botschaft in Berlin übernommen. Er beruht auf Informationen von Ynet und den Israelischen Streitkräften.

„Human Rights Watch“ kritisiert Hamas

GAZA (inn) – Palästinenser im Gazastreifen sind bei der Strafjustiz der Hamas-Regierung häufig willkürlichen Verhaftungen, Folter, unfairen Gerichtsverhandlungen und Isolationshaft ausgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

In dem 43-seitigen Report zum Thema „Missbräuchliches System: Kriminelle Justiz in Gaza“ dokumentiert HRW „schwerwiegende Verstöße durch Sicherheitskräfte der Hamas , durch Gerichte und Staatsanwälte“. „Nach fünf Jahren Hamas -Herrschaft stinkt ihre Strafjustiz nach Ungerechtigkeit, sie verletzt regelmäßig die Rechte der Gefangenen und gewährt den misshandelnden Sicherheitskräften Straffreiheit“, heißt es in dem Bericht. Die Hamas sollte diese Art von Misshandlungen stoppen, für deren Ende Ägypter, Syrer und andere in der Region ihr Leben riskiert hätten, so HRW.

Die Menschenrechtsgruppe drängte die Hamas , ihr Strafsystem zu reformieren. Willkürliche Festnahmen müssten aufhören, Gefangene sollten mit einem Anwalt sprechen dürfen. Auch die Prozesse von Zivilisten vor Militärgerichten wurden kritisiert. Jegliche Misshandlungen während der Haft sollten geahndet werden.

Für ihren Bericht hatte HRW mit Opfern und deren Familien, Anwälten, Richtern und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen gesprochen und zahlreiche Vorfälle analysiert. Darunter war auch der im August 2008 aufgenommene Fall von Abdel Karim Schrair. Mitglieder des bewaffneten Flügels der Hamas hatten den Palästinenser verhaftet. Sie hielten ihn drei Wochen an einem unbekannten Ort gefangen und folterten ihn, bevor sie ihn der Polizei übergaben. Das erzählten Angehörige und der Anwalt des Opfers HRW. Von Sicherheitskräften der Hamas wurde Schrair erneut gefoltert und durfte seine Familie mehrere Wochen nicht sehen. Als seine Mutter schließlich eine Besuchserlaubnis erhielt, berichtete sie anschließend von Brandwunden auf seiner Brust, Blutergüssen an den Beinen und im Gesicht, Fesselspuren an Händen und Armen sowie von geschwollenen Füßen. Der Mann wurde wegen Kollaboration mit Israel zum Tod durch Erschießen verurteilt. Ein Geständnis habe er zum Teil unter Folter ausgesprochen, heißt es in dem Bericht von HRW. Im Mai 2011 wurde Schrair hingerichtet.

Hamas -Vertreter gaben laut HRW an, Hunderte Mitglieder der Sicherheitsdienste seien seit 2007 wegen Misshandlungen bestraft worden. Die Menschenrechtsgruppe bemängelt jedoch, dass die Hamas -Regierung keine Angaben zu den entsprechenden Fällen, den beteiligten Personen und deren angeblichen Bestrafungen gemacht habe.

Dem Bericht zufolge verhafte auch die von der Fatah-Partei dominierte Palästinensische Autonomiebehörde (PA) im Westjordanland willkürlich Palästinenser. Auch diese seien Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Die innerpalästinensische Rivalität sei ein bedeutender Faktor bei vielen Misshandlungen durch die Hamas , stellte HRW weiter fest.

Hier finden Sie den gesamte Bericht von „Human Rights Watch“ zu diesem Thema.

Von: dn, Israelnetz

Zum Schulanfang Raketen auf Israel

Mann mit Quassam-Rakete

Mann mit Quassam-Rakete

In Israel hat heute das Schuljahr begonnen. Für die Schülerinnen und Schüler im Süden des Landes wurde der erste Schultag nach den großen Ferien allerdings von Sirenengeheul begleitet: Kurze Zeit, nachdem die Glocke zur ersten Stunde ertönt war, mussten die Schüler in Sderot sich bereits in die Luftschutzbunker begeben, denn palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen hatten eine Kassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Rakete detonierte außerhalb der Stadt. Auch am Sonntag waren bereits drei Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Eine detonierte ebenfalls in Sderot, die zweite im Bezierk Shaar Ha-Negev und die dritte auf offenem Gelände. Am Montagnachmittag wurden drei weitere Einschläge gemeldet.

DIG-Präsident Robbe:
“Israel ist konkret bedroht”

DIG-Präsident Reinhold Robbe

DIG-Präsident Reinhold Robbe

 

Im Gespräch mit dem Deutschlandradio Kultur (Audio-Mitschnitt) warb der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, um Verständnis für Israels Rhetorik gegenüber dem Iran. Sie sei Ergebnis “einer selten bedrohlichen Situation”. Viele Europäer würden verkennen, dass Israel konkret bedroht sei. “Nicht wir in Berlin oder in Paris oder in London sind bedroht von den iranischen Scud-Raketen, die auch mit allen möglichen Sprengköpfen ausgerüstet werden können, sondern das ist nun mal in erster Linie Israel”, sagte Robbe. Weiterlesen