Zionistisches Wochenende vom 17.-19. Oktober 2014

Wir wollen uns einmal etwas intensiver mit den aktuellen politischen Themen um Israel und den ganzen Nahen Osten beschäftigen. Hierfür haben wir qualifizierte Referenten gewinnen können. Außerdem wollen wir miteinander Spaß haben, grillen, feiern und am Freitagabend Kiddusch miteinander feiern und abends gemeinsam israelische Filme gucken.

Wir treffen uns in Hannover und fahren gemeinsam mit einem Bus von der Gemeinde aus auf das Gut Steimke bei Uslar. Dort sind wir sehr einfach in einem großen Matratzenlager untergebracht – daher der sensationell günstige Teilnehmerpreis – haben dann aber viel Platz für unsere Aktivitäten.

Diese sehen folgendermaßen aus:
AG: Gaza 2014 – Was hat beim letzten Gazakrieg wirklich stattgefunden? Was werfen die Kritiker Israel eigentlich vor und was kann man darauf entgegnen? Was muss man aus Israelischer Sicht an den hiesigen Medien und der Politik kritisieren? Referent: Michael Spanney, Direktor des Mideast Freedom Forum Berlin.

AG: Antisemitismus in der Türkei. Vom neutralen Kooperationspartner zu einem Zentrum des islamischen Israelhasses. Referent: Dündar Kelloglu, Rechtsanwalt Hannover

AG: Islamismus, Salafismus, Hamas in Gaza und IS im Irak. Islamistischer Antisemitismus, Grundstruktur und innere Differenzen. Referent: Monty Ott, DIG Jugendforum Hannover

AG: Israelische Volkstänze und Lieder (man muss ja nicht immer nur diskutieren!)
Referentin: Judit Marach, JZ Rimon, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Ankunft Freitag zwischen 18-20 Uhr

Ab 20 Uhr gibt es ein Buffet mit Salaten und Brot, in der Jurte wird gegrillt. Vor dem Essen gibt es einen Anfangskreis (Vorstellung der Anwesenden, kurze Darstellung der AG’s, Regeln und organisatorisches). Danach in der Jurt Kabbalat Shabbat mit Kiddusch. In der Jurte gibt es ab ca. 21 Uhr Lagerfeuer und jiddische und hebräische Lieder (jeder Teilnehmer bekommt im Vorfeld ein Heft mit Liedern, dem Programmablauf und den zentralen Texten der AG’s). Um 22 Uhr gibt es in der Scheune einen israelischen Film.

Samstag:

8.30 Uhr: Wecken, 9 Uhr Frühstück, 10 Uhr: AG’s.
12.30 Uhr Mittagessen
15.00 Uhr AG’s, 18.00 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Israelischer Film in der Scheune (was gesellschaftskritisches, kontroverses) mit anschließender Diskussion.
22.00 Uhr (wer mag) Singerunde in der Jurte, sonst Zeit für Gespräche im kleinen Kreis.
24.00 Meschuggeparty in der Scheune

Sonntag:

  1. 00 – 10.30 Uhr Frühstück, 10.30 Uhr Resümee in der Schlussrunde: Wie war‘s und wollen wir im kommenden Sommer nach diesem Vorbild ein größeres, einwöchiges „Zionistisches Sommercamp“ organisieren? 11.00 Uhr Abbau und Aufräumen, 12.00 Uhr Gemeinsame Abfahrt.
    Teilnehmerpreis: 30 €
    Anmeldung:
    monty@dig-hannover.de

Gemeinsame Erklärung des Jungen Forums der DIG AG Hannover und der Jusos Niedersachsen

Auch 66 Jahre nach der Gründung Israels gilt: Antisemitismus bekämpfen, immer und überall!

Gemeinsame Presseerklärung der Jusos Niedersachsen und des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Hannover anlässlich des 66. Gründungstages Israels und des aktuell grassierenden Antisemitismus: …

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Pressemitteilung zum Tod von Ariel Sharon

Der “strahlende Held” hat seinen letzten Kampf verloren.
Zum Tod des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon.

 

Von Reinhold Robbe

 

Eine der markantesten politischen Führungspersönlichkeiten Israels ist tot. Ariel Scharon hat seinen langen letzten Kampf verloren. Nachdem der einstige israelische Ministerpräsident vor etwa acht Jahren in ein Koma fiel, hat er das Bewusstsein nicht wiedererlangt. Ariel Scharon gehörte zweifellos zu den Politikern Israels, die man als wirkliche Pioniere bezeichnen darf. In Israel geboren, kämpfte er im Untergrund bereits gegen die britische Besatzung und die Araber. Später profilierte er sich als Offizier in der Armee und nahm an allen wichtigen Schlachten des noch jungen Staates teil. Hier erwarb er sich auch den Ruf eines furchtlosen Kämpfers. Seine Rolle im Libanon-Krieg hingegen war nicht unumstritten, was seiner Popularität beim eigenen Volk aber nicht schadete. In seinen späteren politischen Ämtern profitierte Scharon von dem Ruf, den er sich als General erworben hatte.

Scharon war Zeit seines Lebens stolz darauf, als Hardliner und Falke zu gelten. Er wusste seine taktischen Begabungen als ehemaliger militärischer Führer geschickt für seine politische Karriere zu nutzen. Als Konservativer ließ Scharon nie einen Zweifel an seinem Leitmotiv, nämlich sein Land mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen. Um so überraschter reagierte man in Israel und in der Welt über den von Scharon zu verantwortenden Rückzug aus Gaza-Streifen nach 38jähriger militärischer Kontrolle. Aber auch diese radikale politische Wende seiner Politik änderte nichts an seiner Popularität. Für die überwiegende Mehrheit in Israel zählt Ariel Scharon zu den wichtigsten Persönlichkeiten des jüdischen Staates. Für die meisten wird er – ungeachtet aller Widersprüche in seinem Leben – der “strahlende Held” bleiben.

“Israel – Gelobtes Land?”

Siegward Kunath, ev.-reformierter Pastor im Ruhestand, hat eine kritische Stellungnahme zu der EKD Orientierungshilfe “Israel – Gelobtes Land?” verfasst und im ersten STANDPUNKTE Heft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Deutschland veröffentlicht.
Der Autor wird seine Kritikpunkte am 7. November vortragen und versuchen zu zeigen, was seiner Meinung nach in diesem Papier nicht ausgewogen genug, sogar verkürzt dargestellt wird, was theologisch zu hinterfragen ist oder aus sachlich nachvollziehbaren Gründen nicht unwidersprochen bleiben darf.
Dem Autor geht es um faire Darstellung aller Religionsgruppen und um genaue Information zur politischen Lage in Israel und dem Westjordanland, die nichts verschweigt.
Er wird vortragen, wo durch fehlende Information ein nicht ausgewogenes Bild der Situation entstehen kann.
S. Kunath ist durch sein langjähriges Engagement in Israel ein genauer Kenner des Landes und hat dort vielfältige Kontakte.
Der Abend verspricht, einen erweiterten Blick auf das EKD Papier und das Land Israel zu bekommen.
Referent:                Siegward Kunath, P.i.R.
Datum:                     7. November 2013, 19:30 Uhr
Ort:                            Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover, Lavesallee 4, 30169 Hannover (U-Bahn Station: Waterloo)
Veranstalter:         Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover und Arbeitskreis “Juden und Christen” der Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover
(Das Beitragsbild zeigt einen Zusammenschnitt vom Cover der EKD-Orientierungshilfe, (c) B. Werner, (c) GVH2012)

Autorenlesung mit Karl Pfeifer am 18.09

BeitragsbildPfeifer

Karl Pfeifer liest aus seinem Buch “Einmal Palästina und zurück – Ein jüdischer Lebensweg”

Karl Pfeifer wurde 1928 in Österreich geboren, floh mit seiner Familie nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazideutschland nach Ungarn und überlebte den Holocaust durch seine Einwanderung nach Palästina mit der Kinder-Alia. Als unbegleiteter Jugendlicher kam er mit einer Gruppe seines Jugendverbandes Hashomer Hazair ins britische Mandatsgebiet.

Pfeifer lebte zunächst im Kibbuz, wurde dann Angehöriger des Palmach, der Eliteeinheit der jüdischen Selbstverteidigungsorganisation Hagana, und britischer Hilfspolizist. Im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpft er als Angehöriger der israelischen Streitkräfte, in der Negev-Wüste gegen die ägyptische Armee. Nach dem Krieg verließ er den Kibbuz und kehrte zunächst zu Ausbildungszwecken zurück nach Österreich. In den vergangenen Jahrzehnten arbeitete Pfeifer in Österreich als Journalist und war ein aktiver Unterstützer der demokratischen Opposition in der Volksrepublik Ungarn, aktuell ist er ein scharfer Kritiker des gegenwärtig dort grassierenden Antisemitismus und der Romaverfolgung. Er gilt als einer der streitbarsten Kämpfer gegen die alten Nazis und neurechte Strömungen in Österreich.

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Israel-Reise von DIG und KAS

Die Konrad-Adenauer-Stiftung Wiesbaden und die DIG Arbeitsgemeinschaft Frankfurt bieten im März 2013 eine gemeinsame Reise nach Israel an. Zwischen dem 14. und 19. März stehen nicht nur Besichtigungen in Jerusalem und Tel Aviv, sondern auch zahlreiche Gespräche zur aktuellen Situation in Israel und ein Besuch in Ramallah auf dem Programm.

Es besteht zudem die Möglichkeit, die Reise bis zum 24. März zu verlängern. An den fünf Verlängerungstagen sind Besichtigungen im Süden Israels geplant. Angeboten werden unter anderem ein Besuch des Ahava-Kosmetik-Werks am Toten Meer und eine Führung auf die Festung Massada. Ferner werden ein Kibbuz, ein Beduinen-Dorf und die Negev-Heimstätte von Ben Gurion besichtigt.

Auf der Website der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt finden Sie das Reiseprogramm sowie ein Anmeldeformular mit weiteren Informationen zu Reisebedingungen und Preisen (jeweils im PDF-Format).