Reise zum Israelkongress nach Frankfurt: nur 15 EUR hin und zurück!

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen hat es möglich gemacht – großer Dank an Michael Fürst – wenn mindestens 25 Personen zusammenkommen, geht es gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und den Israelfreunden von Hannover nach Frankfurt für nur 15 EUR pro Person!

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Termin: „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“

Matthias Küntzel – „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“: am Donnerstag, 3. November 2011, 19.00 Uhr im Stadtteil-Zentrum Nordstadt e.V. – Bürgerschule – Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (Schaufelder Straße)

Nach der Zerschlagung der iranischen Demokratiebewegung im Juni 2009 ist die Gefahr nuklearer Abenteuer gestiegen. Ahmadinejad glaubt an die Wiederkunft des schiitischen Messias, die er durch Chaos in der Welt beschleunigen will. Bis heute ist Deutschland mit dem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, wirtschaftlich, politisch und kulturell enger verbunden als jedes andere europäische Land. Soll es bei dieser „verhängnisvollen Freundschaft“ bleiben? Oder wird die Bundesregierung die besonders engen Drähte zwischen Teheran und Berlin als Druckmittel einsetzen, um eine Katastrophe abwenden zu helfen?

Die besondere Beziehung zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Matthias Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin beweist. In einer spannenden Darstellung beleuchtet er die Rolle deutscher Unternehmen beim Aufbau der persischen Industrie, beschreibt die „Achse der Arier“ während des Dritten Reichs, erinnert an die Freundschaft zwischen Westdeutschland und dem Schah und analysiert das deutsch-iranische Verhältnis von den Anfängen der Mullahdiktatur bis zur Gegenwart. Sein hochaktuelles Buch wird der Debatte über die deutsche Iranpolitik neue Impulse verleihen.

Matthias Küntzel, Jahrgang 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist in Hamburg. Er ist research associate des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) an der Hebrew University in Jerusalem sowie Vorstandsmitglied der internationalen Wissenschaftlervereinigung „Scolars For Peace In The Middle East“. Seine Analysen über Islamismus und Iran wurden in über zehn Sprachen übersetzt und sein Buch „Djihad und Judenhass“ mit mehreren Preisen bedacht.

Jetzt anmelden zur Israel-Studienreise 2012

Die kommende Studienreise wird in den Osterferien 2012 vom 26. März bis 6. April 2012 stattfinden.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover bietet auch im nächsten Jahr wieder eine interessante Studienreise nach Israel an, die abwechslungsreiche und innovative Erlebnisse bereit hält, und lädt alle Mitglieder sowie Freundinnen und Freunde der DIG ein, dieses Land mit seiner außergewöhnlichen Geschichte zu entdecken.

Visionen und Visionäre – Die Wüste als Wiege der Nation?

Faszinierende Landschaften und Menschen mit unterschiedlichster Couleur, die das multikulturelle Kaleidoskop der israelischen Gesellschaft bilden, begegnen uns in diesem Land. Der Historiker und Publizist Tom Segev schreibt: “Alle Israelis nehmen teil an einem einzigartigen historischen Experiment, das noch lange nicht gelungen und auch noch nicht gescheitert ist. Das macht ihre Geschichte so spannend.”

“Ende des Zionismus”, oder auch “Post-Zionismus“ sind Schlagworte, die heute in der Welt und in Israel selber diskutiert werden. In der Wirtschaftswissenschaft wird Israel als „Start-up Nation“ bezeichnet – ein moderner Ausdruck, der den Mut zur Neugründung des Staates vor über 60 Jahren und seine bis heute anhaltende Bereitschaft, sich täglich neu zu erfinden, auf das beste beschreibt. Eine besondere Rolle spielt dabei die Negevwüste – sie nimmt sechzig Prozent des Staates Israel ein, beherbergt nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung, allerdings mit steigender Tendenz.

“Die Wüste ist die Wiege unserer Nation, gefährdet, empfindlich und voller Möglichkeiten”, sagte David Ben Gurion und forderte seine Volksgenossen unermüdlich auf, in die Wüste zu ziehen. Mit 67 Jahren erfüllte er sich schließlich seinen Traum, zog selbst nach Sde Boker.

Es sind die “modernen Zionisten”, vom Idealismus getriebene und geprägte High-Tech-Pioniere, die sich mit ihrer “Go South”-Ideologie auf den “Alten” (Ben Gurion) beziehen. Welche Strategien werden genutzt um die Vision vom Leben in der Wüste zu verwirklichen? Welche Ideen werden hier verwirklicht, welche innovativen Technologien eingesetzt? Hautnah und aus erster Hand, mit den Menschen vor Ort, wollen wir ergründen, was es bedeutet heute als moderner Zionist in der Wüste zu (über)leben.

Weitere Informationen
Detailliertes Programm der Fahrt
Beschreibung der im Reisepreis enthaltenen Leistungen

Neue Stellungnahme der DIG zur Burgwedeler Mahnmalkontroverse

In der gestrigen Ausgabe der HAZ erschien ein Interview des Burgwedlers Bürgermeisters Dr. Hoppenstedt, in dem dieser sich auch zur Kontroverse um das Mahnmal in seinem Ort äußert. Er bezeichnet die Kritik an dem Burgwedler Vorgehen – gemeint ist insbesondere die DIG – als “schlimme und haltlose Vorwürfe”. Dies zeigt ein sehr problematisches Verhältnis des Dr. Hoppenstedt zur Realität und ist ein weiterer Versuch von ihm, seine Kritiker zu diffamieren. Ich habe daher den folgenden Leserbrief an die HAZ geschrieben, denen ich Ihnen auf diesem Weg ebenfalls zur Kenntnis geben möchte.

“In seinem Interview in der HAZ vom 12.Juli 2011 wird der Burgwedeler Bürgermeister Dr. Hoppenstedt auch zu der Kontroverse um ein Mahnmal für die Burgwedler Soldaten des 2. Weltkrieges befragt. Auf diesem Mahnmal sollten auch Angehörige der SS und der Waffen-SS als Opfer genannt werden. Der von Dr. Hoppenstedt wiederholten Behauptung über die Integrität der betreffenden SS-Angehörigen stehen die folgenden Fakten gegenüber:

Alle sechs SS-Angehörigen unter den Militäropfern Großburgwedels haben sich freiwillig zur SS gemeldet und aus eigenem Antrieb dem “Führer” bedingungslosen Gehorsam bis in den Tod geschworen. Als sie fielen, waren sie zwischen 19 und 44 Jahre alt. Vier von ihnen sind vermutlich aktiv oder durch ihre Einheiten in Menschenrechtsverbrechen verstrickt. So z. B. ein SS-Hauptwachtmeister, der in Lida/Estland Eigentum der ermordeten Juden gestohlen und verschoben hat. Er wurde dieses Deliktes wegen sogar vom SS Truppendienstgericht zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt (das Urteil liegt Herrn Dr. Hoppenstedt vor). Danach wurde er zur 3. Kompanie des SS Polizeiregimentes 17 versetzt, das nach Feststellung des Landgerichts Hamburg an Massenerschießungen von Juden beteiligt war (Urteil LG Nr. 898/85). Ein weiterer 33jähriger gehörte zur 5. Panzer-Division “Wiking”, die bereits 1941 an Massenerschießungen im Osten beteiligt war.

Auch zwei Angehörige von SS-Totenkopfstandarten befanden sich bereits auf der Gedenktafel des Mahnmals. Sie gehörten zu den Leibstandarten Adolf Hitlers “Das Reich” und “Germania”. Diese Einheiten wurden kurz nach der Machtübernahme 1933 als Verfügungsverbände der NSDAP gegründet. Sie gingen bereits vor dem Krieg erbarmungslos gegen innenpolitische Gegner vor und stellten große Teile der Stammbelegschaften vieler KZ. Diese “Knochenbrechergarden” waren Himmlers “Elite” unter den NS-Gewalttätern. “Hitler war stolz auf sie; er liebte sie” (Eugen Kogon, Der SS-Staat). Beide Einheiten waren mehrfach in Kriegsverbrechen verstrickt: “Das Reich” war verantwortlich für die Ermordung von 642 französischen Zivilisten, darunter 240 Frauen und 212 Kindern in Oradour sur Glane. Danach wurde das Dorf angezündet, es brannte vollständig ab. Es ist heute noch unverändert als Mahnstätte zu besichtigen.

Das von der Stadt Burgwedel beauftragte Niedersächsische Institut für Historische Regionalforschung hat Herrn Dr. Hoppenstedt in einem Schreiben vom 15.10.2010 mitgeteilt, dass es keinesfalls als Freispruch zu bewerten sei, wenn zu einer Person aus einer belasteten Einheit keine individuellen Informationen vorlägen, da ein großer Teil der Verbrechen dieser SS-Verbände nirgends dokumentiert sei. Auch das Simon Wiesenthal Center hat sich zu den Burgwedeler SS-Angehörigen in diesem Sinne geäußert.”

Kay Schweigmann-Greve
1. Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover

Israeltag am 15. Mai 2011 in Hannover: Israels Freunde feiern!

15:00 – 19:00 Uhr im Innenhof am Lister Turm (Seite Eilenriede/Jugendzentrum)

Musik und Tanz:
Chor der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover
Chor der Jüdischen Gemeinde K.d.ö.R.
Kinderchor
Jüdischer Sportverein Makabi

Es sprechen:
Bürgermeister Bernd Strauch
Reinhold Robbe, Bundesvorsitzender Deutsch Israelische Gesellschaft
Eröffnung: Kay Schweigmann-Greve, DIG Hannover

Informationstände: Deutsch-Israelische Gesellschaft, die Jüdischen Gemeinden aus Hannover, VVN, Förderverein Gedenkstätte Ahlem, Christen und Juden in Niedersachsen e.V., Technion, Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V., SJD-Die Falken, Biblische Reisen, Israel Jacobson Gesellschaft, Dienste in Israel und andere.

Israelische Spezialitäten: Humus, Falaffel und Wein vom Karmel, aber auch Kaffee und Kuchen

Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

Vortrag: Die Agenda der „Israelkritiker“ am 25. Mai 2011

Am Mittwoch, 25. Mai 2011 um 19 Uhr, referiert Alex Feuerherdt über “Die Agenda der Israelkritiker” im Stadtteil- Zentrum Nordstadt e.V., im Gebäude Bürgerschule, Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (Schaufelder Straße).

Im Auftrag der Vereinten Nationen erarbeitet und veröffentlicht eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Juristen Richard Goldstone einen Bericht, der eine fast 600 Seiten dicke, vehemente Anklageschrift gegen Israel ist und sich zu großen Teilen auf Stellungnahmen antiisraelischer Nichtregierungsorganisationen (NGOs) stützt. Die populäre Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezichtigt den jüdischen Staat in einer umfangreichen Broschüre wahrheitswidrig, den Palästinensern das Wasser zu stehlen und sie dadurch an den Rand des Verdurstens zu bringen.

Europäische Politiker und Friedensaktivisten setzen sich mit todessehnsüchtigen Islamisten buchstäblich in ein Boot, um die vermeintlich völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, und provozieren einen Einsatz des israelischen Militärs – doch der Deutsche Bundestag verurteilt in einer Resolution nicht etwa die gegen Israel gerichtete Gaza-Flotte, sondern den jüdischen Staat, und das auch noch ohne eine einzige Gegenstimme. Nahezu alle westlichen Politiker betrachten nicht die Hamas und die Fatah – deren unlängst geschlossenes Bündnis sowohl für den jüdischen Staat als auch für den Friedensprozess verheerende Folgen haben dürfte –, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als „Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten“ und sind hellauf empört, wenn ihnen die Frage gestellt wird, warum Juden in einem zukünftigen palästinensischen Staat eigentlich nicht leben dürfen sollen.

Wie kommt es, dass Israel – nicht zuletzt von NGOs, die sich die Verteidigung der Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben haben – immer wieder dämonisiert und ihm de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen? Warum wird diesen Feinden so viel Verständnis gezollt oder gar Sympathie entgegen gebracht? Weshalb ist die so genannte Israelkritik vor allem hierzulande so ungeheuer populär, und was treibt sie an?

Zum Referenten: Alex Feuerherdt (Jahrgang 1969) ist freier Autor und lebt in Köln. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zum Thema Nahost, unter anderem für die „Jüdische Allgemeine“, „Konkret“, den „Tagesspiegel“ und die „Jungle World“