23. Juni: Erfinder des Gaza-Rückzugs kommt nach Hannover

Vortrag und Diskussion mit dem israelischen Sicherheitsberater Dan Schueftan

„Eskalation in Nahost? – Israels Sicherheit in einer Region im Umbruch“

 

Dan Schueftan in Hannover

Dan Schueftan in Hannover

Er gilt als Erfinder des einseitigen Rückzugs Israels aus dem Gaza-Streifen. Am Samstag, 23. Juni, 18 Uhr, kommt Dan Schueftan, einer der bekanntesten Sicherheitsberater des nahen Ostens, nach Hannover. Im Haus der Region Hannover (Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover) hält er einen Vortrag (auf deutsch) über die Sicherheitslage Israels in unruhigen Zeiten.

Die Umbrüche in der arabischen Welt erlauben zwar die Hoffnung auf eine Ausbreitung von Demokratie und Freiheit in der Region, aktuell sind es aber vor allem radikal islamistische und anti-israelische Kräfte, die von Instabilität und Wahlen profitieren. In Ägypten dient die Hetze gegen Israel diversen Parteien und Kandidaten im Wahlkampf, der Friedensvertrag mit Israel von 1979 wurde offen in Frage gestellt. Die Sicherheitslage an der israelisch-ägyptischen Grenze ist bereits jetzt äußerst angespannt, und Israel hat mit dem Bau einer besser gesicherten Grenzanlage begonnen. Der Bürgerkrieg in Syrien birgt nicht zuletzt durch die Chemiewaffen des Assad-Regimes und islamistischen Kräften in der Aufstandsbewegung Gefahren für Israel. Auch auf den Libanon schwappt der Konflikt immer stärker über. Die Hisbollah verstärkt dort mit iranischer Hilfe die Kontrolle über das Land und verfügt über ein gegenüber dem Ende des letzten Libanonkriegs 2006 deutlich gewachsenes Raketenarsenal. Über allem schwebt die existenzielle Bedrohung durch das iranische Atomwaffenprogramm, welches bislang weder durch Sanktionen noch durch Diplomatie gestoppt werden konnte. Bei einem Versagen der Diplomatie stünde Israel vor der äußerst riskanten Entscheidung, einen Präventivschlag gegen die iranischen Atomanlagen zu führen.

Wir laden Sie herzlich ein, diese und andere Entwicklungen mit einem der international angesehensten israelischen Sicherheitsexperten zu diskutieren.

Dr. Dan Schueftan ist Direktor des Zentrums für Nationale Sicherheitsfragen an der Universität Haifa. Seit drei Jahrzehnten gehört er zu den Beratern der israelischen und anderer Regierungen. Unter anderem beriet er die Premierminister Rabin und Scharon. Er ist regelmäßig in internationalen Medien präsent, veröffentlichte zahlreiche Bücher und plädierte als einer der ersten für den 2005 vollzogenen einseitigen israelischen Rückzug aus Gaza.

Eine Veranstaltung des Mideast Freedom Forum Berlin
Unterstützt von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, den Israelfreunden Norddeutschland (Arbeitskreis Hannover) und der SJD-Die Falken Bezirk Hannover

Veranstalter Dan Schueftan in Hannover 23.06.2012

 

 

 

 

 

Nachhaltige Eindrücke in Yad Vashem

Bereits im Jahr 2010 war ich Teilnehmer einer Studienreise nach Israel unter dem Motto „Auf den Spuren der Zukunft“. Die Eindrücke waren für mich so nachhaltig, dass ich in diesem Jahr wieder dabei sein wollte und mit mir meine Frau. Wir lernten eindrucksvoll das Land Israel mit seinen „Visionen und Visionären“ zu verstehen. Ganz praktisch haben wir immer wieder aufs Neue gespürt was David Ben-Gurion meint, als er feststellte: „Um in Israel Realist zu sein, muss man an Wunder glauben“. Diese Feststellung von David Ben-Gurion trifft jedoch nicht zu für den nachhaltigsten Eindruck, den wir von Israel als Folge des Besuches der Gedenkstätte Yad Vashem und dem Tal der Gemeinden mit nach Hause genommen haben.

Die Art und Weise, wie uns unser israelischer Begleiter Uriel Kashi diese beiden Stätten der ewigen Erinnerung nahegebracht hat kann nicht beschrieben werden, ohne ihre Nachhaltigkeit zu stören. Das kann man nicht besser machen, deshalb einfach nur DANKE!

Harald und Birgit Wirth,
Penzberg, April 2012

High Tech im Kibbuz Ketura und im Arava-Institut

Besonders  interessant und lehrreich waren die Kibbutz-Aufenthalte anlässlich unserer Bildungs- und Studienreise. Bleibend war mein Eindruck vom Kibbutz Ketura, der 1973 von jungen amerikanischen Zionisten unmittelbar an der jordanischen Grenze in der Negev-Wüste gegründet wurde. Die etwa 300 Kibbutz-Bewohner (Mitglieder, Kinder und Gast-studenten/innen) verbreiten Lebensfreude. Sie wohnen in kleineren raümlichen Hütten oder eingeschossigen Häusern, die überwiegend mit Vorgärten oder gemütlichen Grillecken ausgestattet sind.

Eine stattliche Kuhherde und ausgedehnte Dattelplantagen zeugen davon, dass die Landwirtschaft nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt. Die Bewohner haben sich jedoch auch neue Erwerbsquellen erschlossen, die ein hohes Maß an Ideenreichtum und Innovationskraft erkennen lassen: Eine großflächige, von der Firma Siemens errichtete Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt nutzt die Sonnenbestrahlung der Wüste und liefert energiefreundlichen Strom, in einer Algenfarm wird mit einem Filtrationssystem ein hochwertiger natürlicher Farbstoff (Astaxanthin) gewonnen, der insbesondere in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie zur Anwendung gelangt.

Der Kibbuz ist auch Sitz des Arava-Instituts für ökologische Studien in dem jeweils für ein Jahr 35 Studenten/innen aus aller Welt ausgebildet und unterrichtet werden. Das Gemeinschaftsgefühl steht dabei im Vordergrund und erhält dadurch einen besonderen Anreiz, dass arabische und jüdische Studenten gemeinsam versuchen, die schwierige Lebenssituation in der Wüste mit umweltorientierten Forschungsansätzen und Lösungsvorschlägen zu verbessern. Ausgewählte Projekte befassen sich u.a. mit der sparsamen grenzüberschreitenden Wassernutzung, dem effizienten Einsatz erneuerbarer Energien, der nachhaltigen Bodennutzung und Landwirtschaft, der Umwelterziehung sowie langfristigen sozio- ökologischen Untersuchungen. Wie uns die geschäftsführende Direktorin des Instituts, Frau Miriam Sharton, und zwei Studentinnen darlegten, wird auch auf die Unterweisung friedenspolitischer Zusammenhänge besonderen Wert gelegt. Seit Gründung des Instituts im Jahr 1996 haben schon über 400 Studenten/innen diese hervorragende Ausbildungsmöglichkeit genutzt und bilden heute mit ihren Berufsfeldern ein Netzwerk, das eine außerordentliche ökologische und friedensstrategische Ausstrahlung widerspiegelt.

Inmitten von Ketura steht ein kleines, von einem feingeschmiedeten Eisengitter umgebenes Dattelbäumchen mit dem Namen Methusalem. Es erwuchs aus einem uralten Kern, der auf der historischen Festungsanlage Massada am Toten Meer gefunden wurde und aufgrund der dortigen besonderen Klimabedingungen erneut zum Leben erweckt werden konnte. Das Bäumchen verkörpert eine 2000-jährige Geschichte, hat die Diaspora des Judentums überlebt und ist ein einzigartiges Symbol für die Resistenz und Lebenskraft der Natur und die sehr anerkennenswerte nachhaltige Umwelt- und Friedensausrichtung des Arvara-Instituts.

Jochem Schäfer

 

 

Studienreise 2012:
Visionen und Visionäre oder
die Wüste als Wiege der Nation?

Die Teilnehmenden der Studienreise waren fasziniert von den abwechslungsreichen Landschaften und den Menschen mit unterschiedlichster Couleur, die das multikulturelle Kaleidoskop der israelischen Gesellschaft prägen. “Alle Israelis nehmen teil an einem einzigartigen historischen Experiment, das noch lange nicht gelungen und auch noch nicht gescheitert ist. Das macht ihre Geschichte so spannend”, meint der Historiker und Publizist Tom Segev.

“Ende des Zionismus” oder auch “Post-Zionismus” sind Schlagworte, die heute in der Welt und in Israel selber diskutiert werden. In der Wirtschaftswissenschaft wird Israel als “Start-up Nation” bezeichnet – ein moderner Ausdruck, der den Mut zur Neugründung des Staates vor über 60 Jahren und seine bis heute anhaltende Bereitschaft, sich täglich neu zu erfinden, auf das beste beschreibt. Eine besondere Rolle spielt dabei die Negevwüste, sie nimmt sechzig Prozent des Staates Israel ein, beherbergt aber nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung, allerdings mit steigender Tendenz.

“Die Wüste ist die Wiege unserer Nation, gefährdet, empfindlich und voller Möglichkeiten”, sagte David Ben Gurion und forderte seine Volksgenossen unermüdlich auf, in die Wüste zu ziehen. Mit 67 Jahren erfüllte er sich schließlich seinen Traum, zog selbst nach Sde Boker.

Es sind die “modernen Zionisten”, vom Idealismus getriebene und geprägte High-Tech-Pioniere, die sich mit ihrer “Go South”-Ideologie auf den “Alten” (Ben Gurion) beziehen. Welche Strategien werden genutzt um die Vision vom Leben in der Wüste zu verwirklichen? Welche Ideen werden hier umgesetzt, welche innovativen Technologien eingesetzt? Hautnah und aus erster Hand, mit den Menschen vor Ort, wollten wir ergründen, was es bedeutet heute als moderner Zionist in der Wüste zu (über)leben.

Impressionen von der DIG-Israelreise 2012

 

Die Teilnehmer der werden in loser Folge Ausschnitt der vielfältigen Eindrücke, die wir während dieser Reise gewonnen haben, hier veröffentlichen. Damit versuchen wir ein breites Bild des Staates Israel und seiner Menschen zu zeigen. Diese Berichte können nicht umfassend sein, sondern werden je nach Meinung der jeweiligen Autoren, einen bestimmten Aspekt, der ihnen wichtig erschien, widerspiegeln.

Liste der Berichte von der Studienreise

  1. Beginnen wollen wir mit unserem Besuch bei Ulrich Sahm, der als freier Journalist bereits seit etwa 40 Jahren aus Israel für deutschsprachige Medien berichtet. Mit humorvollen bis sarkastischen aber auch nachdenklichen Worten fasst er selbst unseren Besuch zusammen. Er trifft damit auch die Stimmung, die wir im Hause Sahm empfunden haben. Zum Text von Ulrich Sahm.
  2. Die Fähigkeiten der High-Tech-Nation Israel haben wir im Kibbuz Ketura und im Arava-Institut kennengelernt. Zum Text.
  3. Der Besuch in Yad Vashem war für die gesamte Reisegruppe sehr beeindruckend. Zum Text.
  4. Im Jordan River Village werden kranke Kinder betreut. Zum Text.
  5. Auf dem Gipfel von Tell el Ful. Zum Text.

Aygül Özkan und Stefan Schostok kommen zum Israeltag am 10. Juni

Hochrangiger Besuch hat sich zum disjährigen Israeltag in Hannover angekündigt. Sowohl die Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan als auch der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Schostok, werden am 10. Juni, ab 15 Uhr, im Innenhof des Lister Turms mitfeiern. Darüber hinaus wird Bernd Strauch, Erster Bürgermeister, die Grüße der Stadt überbringen. Weiterlesen

Israel Gastland bei Drachenbootrennen auf dem Maschsee

Für mehr Toleranz wirbt die Initiative “Wir sitzen alle in einem Boot“. Und das sehr anschaulich. Denn wie schon im vergangenen Jahr veranstalten die beiden Madsack-Mitarbeiter Werner Hohlbein und Hanno Saade auch 2012 wieder ein Drachenbootrennen auf dem schönen Maschsee. Gastland ist in diesem Jahr Israel.

“Als 2006 nach den Mohammed-Karikaturen in der syrischen Hauptstadt Damaskus die dänische Botschaft gestürmt und angezündet wurde, forderten religiöse Fanatiker den Religionskrieg. Das hat mich total wach gerüttelt. Glücklicherweise fand ich mit Herrn Dr. Hanno Saade einen Gleichgesinnten ebenfalls aus dem Hause der Verlagsgesellschaft Madsack. So fassten wir beide gemeinsam den Entschluss: Wir können nicht tatenlos zusehen, wenn sich Menschen unterschiedlichsten Glaubens gegenseitig umbringen. Wir müssen etwas dagegen tun!”, schreiben die beiden Initiatoren in einem Brief über den Beginn ihrer Idee.

Einladung zum Drachenbootrennen

Programm Drachenbootrennen

Anmeldeformular

 

Vortrag in Hannover: “Ist Krieg noch zu verhindern?”

Krieg oder Frieden

Ein Vortrag von Michael Spaney, Sprecher der Aktion STOP THE BOMB, über die Eskalation im Konflikt zwischen Iran und Israel.

Die von der internationalen Atombehörde in Wien bestätigten Atombomben-Bestrebungen Irans, lassen die Zeit für Israel knapp werden, sich gegen diese existentielle Bedrohung zur Wehr zu setzen.

Auch wenn westliche Regierungschefs erklären, dass sie nach wie vor am Ziel festhalten, die iranische Nuklearwaffenkapazität zu verhindern, stellt sich für Israel die Frage, ob die aktuellen Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zu spät kommen.

Sanktionen zeigen Wirkung, brauchen aber zur vollen Entfaltung eine lange Anlaufzeit. Oft lässt sich am politischen Willen des Westens zweifeln, harte Sanktionen effektiv, umfassend und vor allem mit der gebotenen Dringlichkeit zu beschließen und umzusetzen. Das von der EU im Januar 2012 ausgesprochene Ölembargo soll erst im Sommer wirksam werden. China und Indien zeigen nur geringe Unterstützung, bei Sanktionen mitzuwirken. Westliche Experten verharmlosen weiterhin die Gefahr einer atomaren Rüstungsspirale im Mittleren Osten für die globale Sicherheitsarchitektur. Auch die mögliche Weiterreichung nuklearen Materials an terroristische Gruppen stellt nicht nur für Israel eine Bedrohung dar. Nach einer Phase der diplomatischen Hintergrundgespräche sind aus Israel vermehrt eindrinliche Warnungen öffentlich geworden.

Sollte es dem iranischen Regime gelingen, alle nötigen Atomanlagen unterirdisch zu betreiben, wäre es zu spät für ein militärisches Eingreifen. Aus Teheran reißen die Drohgebärden nicht ab. Die Machthaber in Teheran haben ihr politisches Überleben an den Erhalt der Atombombe geknüpft.

Welche Optionen – kriegerische und nichtmilitärische – gibt es noch für Israel, wie groß sind dabei die Risiken und auf wessen Mithilfe kann es rechnen? Oder wird Teheran den bereits stattfindenden asymetrischen Terrorkrieg gegen Israel und den Westen eskalieren und auch z. B. in Europa Anschläge ausführen lassen?

Michael Spaney ist Vorsitzender des Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB). Das MFFB wurde 2007 gegründet um Demokratie, Freiheit und Menschenrechte im Mittleren Osten zu befördern und Despotie, Islamismus und Antisemitismus in der Region zu bekämpfen.
Michael Spaney ist auch Sprecher der Kampagne STOP THE BOMB, die versucht eine iranische Nuklearkapazität zu verhindern, indem sie für harte Sanktionen eintritt. Michael Spaney ist von Beruf TV-Journalist.

Er ist Autor von “Siemens, Linde & Co.” zum deutsch-iranischen Handel in Grigat/Hartmann: Iran im Weltsystem, Studienverlag, Wien 2010.

Donnerstag, 26. April, 18:30 Uhr, ÜSTRA-Remise, Goethestraße 19, Hannover.

Anfahrt: Stadtbahnlinien 10 und 17 bis Haltestelle Clevertor oder Stadtbahnlinien 4, 5, 6, 16 sowie Buslinien 128, 134, 300, 500 und 700 bis Haltestelle Steintor

Reise zum Israelkongress nach Frankfurt: nur 15 EUR hin und zurück!

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen hat es möglich gemacht – großer Dank an Michael Fürst – wenn mindestens 25 Personen zusammenkommen, geht es gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und den Israelfreunden von Hannover nach Frankfurt für nur 15 EUR pro Person!

Weiterlesen

Termin: „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“

Matthias Küntzel – „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“: am Donnerstag, 3. November 2011, 19.00 Uhr im Stadtteil-Zentrum Nordstadt e.V. – Bürgerschule – Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (Schaufelder Straße)

Nach der Zerschlagung der iranischen Demokratiebewegung im Juni 2009 ist die Gefahr nuklearer Abenteuer gestiegen. Ahmadinejad glaubt an die Wiederkunft des schiitischen Messias, die er durch Chaos in der Welt beschleunigen will. Bis heute ist Deutschland mit dem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, wirtschaftlich, politisch und kulturell enger verbunden als jedes andere europäische Land. Soll es bei dieser „verhängnisvollen Freundschaft“ bleiben? Oder wird die Bundesregierung die besonders engen Drähte zwischen Teheran und Berlin als Druckmittel einsetzen, um eine Katastrophe abwenden zu helfen?

Die besondere Beziehung zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Matthias Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin beweist. In einer spannenden Darstellung beleuchtet er die Rolle deutscher Unternehmen beim Aufbau der persischen Industrie, beschreibt die „Achse der Arier“ während des Dritten Reichs, erinnert an die Freundschaft zwischen Westdeutschland und dem Schah und analysiert das deutsch-iranische Verhältnis von den Anfängen der Mullahdiktatur bis zur Gegenwart. Sein hochaktuelles Buch wird der Debatte über die deutsche Iranpolitik neue Impulse verleihen.

Matthias Küntzel, Jahrgang 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist in Hamburg. Er ist research associate des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) an der Hebrew University in Jerusalem sowie Vorstandsmitglied der internationalen Wissenschaftlervereinigung „Scolars For Peace In The Middle East“. Seine Analysen über Islamismus und Iran wurden in über zehn Sprachen übersetzt und sein Buch „Djihad und Judenhass“ mit mehreren Preisen bedacht.