Kein roter Teppich für den Antisemiten Erdoğan!

Am 27.09.2018 kommt der „Führer“ der „neuen Türkei“, Recep Tayyip Erdoğan auf Einladung des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier nach Deutschland. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Niedersachsen und Bremen verurteilt, dass dem türkischen Antidemokraten, Angriffskrieger in Afrin, Zerstörer des historischen Erbes der Kurden in Diyarbakir und aktiven Antisemiten in Deutschland ein Forum geboten werden soll.

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Grußwort des Vorsitzenden Dr. Kay Schweigmann-Greve am 13.8.2018

Dr. Kay Schweigmann-Greve begrüßt die Gäste von “70 Jahre Start-Up-Nation” (c) Georg Berthold

Verehrte Gäste,

ich laufe heute Reklame – nicht für die konkrete Kandidatin, zu deren Kommunalwahlkampfkampagne mein T-Shirt gehört, sondern für die demokratische Normalität, die die israelische Gesellschaft von allen Gesellschaften in der Nachbarschaft noch immer unterscheidet. In diesem Fall handelt es sich um den Wahlkampf einer jungen Frau, die in der Provinz im Landkreis Gezer den seit Jahrzehnten amtierenden Platzhirsch herausfordert.

Die Gegensätze und Konflikte, die zu einer pluralistischen, multikulturellen Gesellschaft dazugehören, werden in Israel offen und lautstark ausgetragen. Das ist nicht nur gut so, es ist für so harmoniebedürftige Gesellschaften wie die unsere durchaus vorbildhaft. Damit meine ich nicht die israelischen tagesaktuellen politischen Entscheidungen, wie etwa das Nationalitätengesetz – ich habe im Juli in Tel Aviv meine Freunde von MERETZ auf die Demo dagegen begleitet – sondern die demokratische Kultur. Israel hat seit langem eine religiös und konservativ geprägte Regierung und dennoch kann die Opposition selbstverständlich auf dem Kikar Rabin, dem zentralen Platz in Tel Aviv, diese Regierung lautstark und radikal in Grund und Boden kritisieren. Und dies im Übrigen ohne Angst vor Polizeigewalt oder Ausschreitungen von Mitdemonstranten.

Die Themen, die die israelische Gesellschaft bewegen sind dabei vielfältig: So trat zwei Wochen später die seit langem größte Demonstration mit über 100.000 Teilnehmern für die Rechte schwuler Paare ein, genauso wie alle anderen Israelis im Wege der Leihmutterschaft Eltern werden zu können. Nun hätte ich als Außenstehender eher eine Debatte über Leihmutterschaft an sich erwartet, immerhin ein Verfahren, bei dem Frauen aus ökonomisch schwächeren Schichten unter hohem persönlichen Einsatz die Kinderwünsche der reicheren verwirklichen, das mobilisierende Thema, an dem der Protest sich entzündete, war jedoch, die Gleichheit, dass zwei verheiratete Männer sich ihren Kinderwunsch nicht in gleicher Weise erfüllen sollen, wie alle anderen. Man stelle sich mal 100.000 Menschen am Brandenburger Tor vor, die für die Rechte der LGTBQ-Gemeinde in Deutschland einträten!

Diese robuste israelische Demokratie, die wie jede westliche Gesellschaft natürlich nicht davor gefeit ist, falsche Entscheidungen zu treffen, bietet die Möglichkeit, diese nach gesellschaftlicher Debatte und lautstarkem Streit wieder zu revidieren. Ein unschätzbarer Vorteil gegenüber allen Gesellschaften der Umgebung, in denen dies nicht möglich ist.
Eine solche Umgebung ist auch besonders geeignet, um Menschen mit Überzeugungen und Ideen wirtschaftlich kreativ werden zu lassen. In einem Land, in dem politisch (fast) alles sagbar und vertretbar ist, verbunden mit der Gewissheit, dass die Anhänger des Gegenteils bestimmt nicht leiser sind als man selbst, ist ein hotspot für Ideen und eine Vielzahl von alternativen Lösungsvorschlägen für politische Probleme und ökonomische Herausforderungen. Hinzu kommt die drückende Sicherheitslage, um die Israel wahrlich nicht zu beiden ist. Auch dieser Problemdruck trägt dazu bei ständig Lösungen zu entwickeln, die nicht nur für Israel selbst nützlich sind. Selbst die deutsche Bundeswehr least israelische Drohnen und der berühmte „Iron Dome“ ist ein prominentes Beispiel militärischer Problemlösung, die der besonderen Gefahrenlage geschuldet ist. Israelische Forschung und Entwicklung steckt, da erzähle ich ihnen nichts neues, in jedem Handy, israelische Erkenntnisse in der Medizin helfen Menschen weltweit und wie man Landwirtschaft in der Wüste treibt, kann man bevorzugt in Israel lernen. Ich bin sicher, zu diesen Themen können viele von Ihnen konkretere Bespiele liefern als ich.

120 Gäste hatten sich eingefunden um den bunten Programm an diesem Abend zu folgen. (c) Georg Berthold

Ich will zum Schluss noch auf ein anderes Gebiet hinweisen, das ich aus eigener Anschauung kenne: Den hohen Anteil arabischer Studenten an israelischen Universitäten. Ich habe im vergangenen Monat einen Sommerkurs an der Universität Haifa belegt und mir den Unibetrieb aus der Nähe ansehen können. Knapp 40% der dortigen Studenten sind arabisch. Man hört viele Studenten in den Gängen, der Kantine und den Hörsälen neben Hebräisch und Englisch selbstbewusst Arabisch sprechen. Und diese Araber sind wichtig. Sie tragen modernes Ideengut in ihre teils sehr traditionelle Gesellschaft und ihnen kommt eine Brückenfunktion in die Länder der Umgebung zu, wenn die dortigen Gesellschaften einmal zu einem Ausgleich mit Israel bereit sein werden. Auch hier, bei der gelassenen Integration durchaus auch religiöser Muslime, können wir von Israel lernen. In demselben Uniseminar über medizinische, naturwissenschaftliche oder historische Themen können durchaus israelische Reservisten mit frommen Musliminnen – Kopftücher aller Art sind ein geläufiger Anblick dort – mit säkularen und observanten Jüdinnen und Juden und Vertretern aller politischen Richtungen sitzen. Sich gegenseitig auszuhalten ist dabei nicht immer leicht, das Zusammenleben mit den „anderen“ und die gelebte Normalität sind jedoch ein Wert an sich. Wir könnten uns in Deutschland, glaube ich Symboldebatten wie die um das Kopftuch durchaus sparen und uns den Israelischen Pragmatismus zum Vorbildnehmen: Ohne Abstriche bei der Sicherheit kann man gemeinsam lernen, studieren und in vielen Bereichen einfach nebeneinander leben, ohne die Fremdheit des Andern ständig als Provokation zu empfinden.

Nun will ich die Gesellschaft in Israel nicht idealisieren, alle Probleme, die westliche Gesellschaften haben, Rechtspopulismus, das Auseinanderdriften von arm und reich, Rassismus, ökologische Probleme usw. hat Israel ebenfalls. Was Israel jedoch stark und sympathische macht, ist seine demokratische, liberale und pragmatische Art und Weise Probleme unverblümt anzusprechen und um die beste Lösung zu streiten. Ich wünsche diesem kleinen Land, dass es auf diesem Weg weiter geht und dass wir uns – auch im Bereich der Start-ups hiervon eine kleine Scheibe abschneiden können.

 

Ein Kurzbericht zur Veranstaltung finden Sie auf der Website der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (Link)

 

 

 

 

 

 

Theodor-Lessing-Preis für aufklärerisches Handeln

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der DIG,

 

der Theodor-Lessing-Preis für aufklärerisches Handeln wird seit 2004 von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Hannover, verliehen.


Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir den Preis in diesem Jahr an 

 

Frau Honorargeneralkonsulin Regine Sixt verleihen.

 

Die Veranstaltung findet statt am 7. Oktober 2015, 19.00 Uhr.
Bitte melden Sie sich zügig an, da die Plätze begrenzt sind, weitere Informationen finden Sie in der Anlage.

Israeltage LUH 2014

Auch im Jahr 2014 gibt es wieder die Israeltage an der Leibniz Universität Hannover, die erneut vom Jungen Forum der DIG Hannover organisiert werden. Wie schon im letzten Jahr erwarten wir wieder zahlreiche Besucherinnen und Besuchern um nach den Vorträgen der Referenten gemeinsam diskutieren zu können. Der Besuch von allen Veranstaltungen ist kostenfrei und für alle Interessierten offen.

Mo, 24.11
19h Vortrag von Dündar Kelloglu (Rechtsanwalt, Hannover)
“Ist ISIS eine Erfindung des Mossad? – Überlegungen zum Bild
vom IS in der arabisch-islamischen Öffentlichkeit”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Di, 25.11
19h Vortrag von Jörg Rensmann (Mideast Freedom Forum Berlin)
“Israel ist immer schuld!? – Israel in deutschen Schulbüchern”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Mi, 26.11
19h Buchvorstellung von Stephan Grigat (Universität Wien)
“Die Einsamkeit Israels – Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung”
Hörsaal F128, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Do, 27.11
19h Vortrag von Michael Spaney (Mideast Freedom Forum Berlin)
“»Das Tor zur Hölle ist aufgestoßen« – Der Gazakrieg Sommer 2014”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die antisemitischen Parteien oder Organisationen angehören, der antisemitischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vortrag und Diskussion mit Jörg Rensmann am 16.10

BeitragsbildNakba

Zum “Mythos Nakba” wird Jörg Rensmann am 16.10 im Künstlerhaus Hannover bei der DIG Hannover zu Gast sein.

Er hält einen Vortrag, der sich mit dem palästinensischen “Narrativ” über die Entstehung des Staates Israel auseinandersetzt und es mit den historischen Fakten konfrontiert.

Im Anschluss bleibt Zeit für eine Diskussion. Sie sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Das Plakat finden sie hier: Flyer Rensmann

16. Oktober 2014 – 18:30

Künstlerhaus Hannover

Zionistisches Wochenende vom 17.-19. Oktober 2014

Wir wollen uns einmal etwas intensiver mit den aktuellen politischen Themen um Israel und den ganzen Nahen Osten beschäftigen. Hierfür haben wir qualifizierte Referenten gewinnen können. Außerdem wollen wir miteinander Spaß haben, grillen, feiern und am Freitagabend Kiddusch miteinander feiern und abends gemeinsam israelische Filme gucken.

Wir treffen uns in Hannover und fahren gemeinsam mit einem Bus von der Gemeinde aus auf das Gut Steimke bei Uslar. Dort sind wir sehr einfach in einem großen Matratzenlager untergebracht – daher der sensationell günstige Teilnehmerpreis – haben dann aber viel Platz für unsere Aktivitäten.

Diese sehen folgendermaßen aus:
AG: Gaza 2014 – Was hat beim letzten Gazakrieg wirklich stattgefunden? Was werfen die Kritiker Israel eigentlich vor und was kann man darauf entgegnen? Was muss man aus Israelischer Sicht an den hiesigen Medien und der Politik kritisieren? Referent: Michael Spanney, Direktor des Mideast Freedom Forum Berlin.

AG: Antisemitismus in der Türkei. Vom neutralen Kooperationspartner zu einem Zentrum des islamischen Israelhasses. Referent: Dündar Kelloglu, Rechtsanwalt Hannover

AG: Islamismus, Salafismus, Hamas in Gaza und IS im Irak. Islamistischer Antisemitismus, Grundstruktur und innere Differenzen. Referent: Monty Ott, DIG Jugendforum Hannover

AG: Israelische Volkstänze und Lieder (man muss ja nicht immer nur diskutieren!)
Referentin: Judit Marach, JZ Rimon, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Ankunft Freitag zwischen 18-20 Uhr

Ab 20 Uhr gibt es ein Buffet mit Salaten und Brot, in der Jurte wird gegrillt. Vor dem Essen gibt es einen Anfangskreis (Vorstellung der Anwesenden, kurze Darstellung der AG’s, Regeln und organisatorisches). Danach in der Jurt Kabbalat Shabbat mit Kiddusch. In der Jurte gibt es ab ca. 21 Uhr Lagerfeuer und jiddische und hebräische Lieder (jeder Teilnehmer bekommt im Vorfeld ein Heft mit Liedern, dem Programmablauf und den zentralen Texten der AG’s). Um 22 Uhr gibt es in der Scheune einen israelischen Film.

Samstag:

8.30 Uhr: Wecken, 9 Uhr Frühstück, 10 Uhr: AG’s.
12.30 Uhr Mittagessen
15.00 Uhr AG’s, 18.00 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Israelischer Film in der Scheune (was gesellschaftskritisches, kontroverses) mit anschließender Diskussion.
22.00 Uhr (wer mag) Singerunde in der Jurte, sonst Zeit für Gespräche im kleinen Kreis.
24.00 Meschuggeparty in der Scheune

Sonntag:

  1. 00 – 10.30 Uhr Frühstück, 10.30 Uhr Resümee in der Schlussrunde: Wie war‘s und wollen wir im kommenden Sommer nach diesem Vorbild ein größeres, einwöchiges „Zionistisches Sommercamp“ organisieren? 11.00 Uhr Abbau und Aufräumen, 12.00 Uhr Gemeinsame Abfahrt.
    Teilnehmerpreis: 30 €
    Anmeldung:
    monty@dig-hannover.de

Gemeinsame Erklärung des Jungen Forums der DIG AG Hannover und der Jusos Niedersachsen

Auch 66 Jahre nach der Gründung Israels gilt: Antisemitismus bekämpfen, immer und überall!

Gemeinsame Presseerklärung der Jusos Niedersachsen und des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Hannover anlässlich des 66. Gründungstages Israels und des aktuell grassierenden Antisemitismus: …

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Hamed Abdel-Samad am 19.05 in Hannover

19.05.2014 um 18 Uhr in Raum B302 im Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1:

Hamed Abdel-Samad ist einer der international wichtigsten Kritiker des politischen Islam, zumal des Islamismus. Seine Autobiographie “Mein Abschied vom Himmel” und seine inzwischen eingetroffene Prognose eines Umbruchs im Nahen Osten “Der Untergang der islamischen Welt” haben ihm massive Kritik in islamischen Ländern eingebracht. Für die These vom faschistoiden Charakter des Islamismus wurde gegen ihn 2013 ein religiös legitimierter Mordaufruf, eine Mord- Fatwa, verhängt.

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