Böll-Stiftung will Bundeswehr im Nahen Osten

Die international präferierte Koexistenz eines jüdischen und eines palästinensischen Staates im Nahen Osten ist nur durch militärische Absicherung der Internationalen Gemeinschaft möglich. Zu diesem Schluss kommen israelische und palästinensische Sicherheitsexperten, die gemeinsam mit Vertretern der EU Vorschläge für ein solches Mandat erarbeitet haben. Organisiert wurde dieser Beratungsprozess von der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung. Von einer solchen Intervention könnten auch Soldaten der Bundeswehr betroffen sein. Mehr dazu erfahren Sie bei Israelnetz.

 

DIG kritisiert Sigmar Gabriel

Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, Kay Schweigmann-Greve, hat den SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel scharf kritisiert. Gabriel hatte in Hebron den demokratischen Staat Israel mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime gleichgesetzt. “Die Äußerungen des SPD-Bundesvorsitzenden auf seiner Facebook-Seite sind eine böse Entgleisung”, sagte Schweigmann-Greve.
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Israel unter Beschuss – 328 Raketen aus Gaza

Palästinensische Terrorgruppen in Gaza haben seit Freitag 130 Raketen auf israelische Städte und Gemeinden abgeschossen. Eine Million Israelis verbrachten das Wochenende in Schutzräumen. Schulen blieben geschlossen.

Mindestens acht Israelis wurden verletzt. Fünf palästinensische Terrorgruppen übernahmen die Verantwortung für die Angriffe. Das „Volkswiderstandskomittee“ (Popular Resistance Committee PRC), die „Volksfront für die Befreiung Palästinas“, die „Al-Aksa-Brigaden“, die „Abdul Kader al-Hussaini Brigaden“ und der „Islamische Jihad“ prahlten in Stellungnahmen mit dem Beschuss.

Der Gazastreifen wird durch die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hamas kontrolliert. Die israelische Armee hält die Hamas für die jüngsten Angriffe verantwortlich, sagte Armeesprecher Brig. Gen Yoav Mordechai. Die Hamas unternehme nichts, um die Angriffe aus dem Gazastreifen zu unterbinden.

2012 wurden aus Gaza insgesamt 230 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgeschossen, darunter zwei am Freitagmorgen. Die israelische Luftwaffe reagierte am Freitagnachmittag mit einem Angriff auf den Leiter den Führer des „Volkswidrstandskomitees“ (PRC) Zuhir al-Qaisi. Dabei wurde auch sein Komplize Mahmoud Hanani getötet. Die israelische Armee teilte mit, Geheimdienstinformationen hätten gezeigt, dass al-Qaisi auch einen größeren Überfall auf Israel geplant hätte. Bei einem ähnlichen Angriff Qaisis auf Israel im August 2011 wurden acht Israelis und fünf Ägypter getötet sowie 40 Personen verletzt.

Hanani kam aus Nablus im Westjordanland und war einer der ehemaligen Gefangenen, die im Rahmen des Deals mit der Hamas zur Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit in den Gazastreifen abgeschoben wurde.

Qaisi war an mehreren Raketenangriffen auf Israel beteiligt sowie bei dem Anschlag auf den Grenzübergang Nahal Oz im April 2008, bei dem zwei Israelis getötet wurden. Qaisi war auch zuständig für den Geldtransfer von der Hisbollah zu Terrororganisationen im Gazastreifen.

Bei den Angriffen der israelischen Luftwaffe auf Raketenabschussrampen wurden am Wochenende mindestens 15 Terroristen getötet. Palästinensische Quellen bestätigten, dass alle 15 an dem Raketenbeschuss beteiligt waren.

Das israelische Flugabwehrsystem „Iron Dome“ fing mindestens 30 Raketen erfolgreich ab. Die Raketen wurden auf dicht besiedelte Gebiete in Israel abgeschossen, einschließlich Aschdod, Aschkelon und Beer Scheva.

Trotz der Gewalteskalation entschied Israel, die Grenzübergänge in den Gazastreifen offen zu lassen, um der palästinensischen Bevölkerung, die nicht an den Angriffen beteiligt sind, Lebensmittel zu liefern.

Text und Foto von The Israel Project

Reise zum Israelkongress nach Frankfurt: nur 15 EUR hin und zurück!

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen hat es möglich gemacht – großer Dank an Michael Fürst – wenn mindestens 25 Personen zusammenkommen, geht es gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und den Israelfreunden von Hannover nach Frankfurt für nur 15 EUR pro Person!

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Termin: „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“

Matthias Küntzel – „Die Deutschen und der Iran – Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft“: am Donnerstag, 3. November 2011, 19.00 Uhr im Stadtteil-Zentrum Nordstadt e.V. – Bürgerschule – Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (Schaufelder Straße)

Nach der Zerschlagung der iranischen Demokratiebewegung im Juni 2009 ist die Gefahr nuklearer Abenteuer gestiegen. Ahmadinejad glaubt an die Wiederkunft des schiitischen Messias, die er durch Chaos in der Welt beschleunigen will. Bis heute ist Deutschland mit dem Regime, das den Holocaust leugnet und Israel auslöschen will, wirtschaftlich, politisch und kulturell enger verbunden als jedes andere europäische Land. Soll es bei dieser „verhängnisvollen Freundschaft“ bleiben? Oder wird die Bundesregierung die besonders engen Drähte zwischen Teheran und Berlin als Druckmittel einsetzen, um eine Katastrophe abwenden zu helfen?

Die besondere Beziehung zwischen Teheran und Berlin ist historisch bedingt, wie Matthias Küntzel anhand einer Fülle bislang unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Washington und Berlin beweist. In einer spannenden Darstellung beleuchtet er die Rolle deutscher Unternehmen beim Aufbau der persischen Industrie, beschreibt die „Achse der Arier“ während des Dritten Reichs, erinnert an die Freundschaft zwischen Westdeutschland und dem Schah und analysiert das deutsch-iranische Verhältnis von den Anfängen der Mullahdiktatur bis zur Gegenwart. Sein hochaktuelles Buch wird der Debatte über die deutsche Iranpolitik neue Impulse verleihen.

Matthias Küntzel, Jahrgang 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist in Hamburg. Er ist research associate des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) an der Hebrew University in Jerusalem sowie Vorstandsmitglied der internationalen Wissenschaftlervereinigung „Scolars For Peace In The Middle East“. Seine Analysen über Islamismus und Iran wurden in über zehn Sprachen übersetzt und sein Buch „Djihad und Judenhass“ mit mehreren Preisen bedacht.