Israeltage an der Leibniz Universität Hannover

BeitragsbildIsraeltageLUH

Vom 11. bis zum 14. November richtet das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover die Israeltage an der Leibniz Universität Hannover aus. An vier Abenden erwartet die Besucherinnen und Besucher ein spannendes Programm: Drei Vorträge werden interessante Diskussionen mit sich bringen, am Donnerstag Abend wird mit “Hannover goes meschugge” der Abschluss gefeiert. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zu den Veranstaltungen zu kommen, sie sind für jeden geöffnet und kostenfrei.

Das Programm gestaltet sich wie folgt:

Mo, 11.11 19h Eröffnung durch Christoph Elsner (JuFo DIG Hannover) anschließend Vortrag von Stephan Grigat (Universität Wien) “Die Einsamkeit Israels. Die Zukunft des Nahost-Konflikts & die Rolle des iranischen Regimes”
Hörsaal F303, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Di, 12.11 19h Vortrag von David Harnasch (Friedrich Naumann Stiftung) “Die zehn geläufigsten Propagandamärchen”
Hörsaal 003, Gebäude 1507, Königsworther Platz 1 (Jura-Gebäude)

Mi, 13.11 19h Vortrag von Monty-Maximilian Ott (JuFo DIG Hannover) “Israelbezogener Antisemitismus von links – ein unterschätztes Phänomenen?”
Hörsaal 003, Gebäude 1507, Königsworther Platz 1 (Jura-Gebäude)

Do, 14.11 22h Abschlussparty “Hannover goes meschugge” mit dem bekannten israelischen DJ “Aviv without the tel”
Café hanOMacke – Conti-Campus, Königworther Platz 1

Die Veranstaltungen bei facebook finden sie unter folgenden Links:
GRIGAT
HARNASCH
OTT
MESCHUGGE

Das Plakat für die kompletten Israeltage gibt es hier.

Lagepläne der Hörsäle:

F303:

 

003:

Lage003

 

(c) der Kartendaten: google-maps
PlakatIsraeltageLUH

Stolpersteine für Hannover 2013

Am gestrigen Tage  wurden von dem Kölner Künstler Gunter Demnig weitere dreißig Stolpersteine in Hannover verlegt, so dass nunmehr 270 kleine Gedenksteine im Stadtgebiet verteilt sind.

Diese Idee von Gunter Demnig wurde von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover initiiert und  wird vom Projekt Erinnerungskultur der Stadt Hannover mit großem Engagement und Professionalität ausgeführt.

Erfreulicherweise konnten auch diese Stolpersteine wieder von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt finanziert werden wofür wir uns ganz herzlich bei ihnen bedanken! Die nächsten Stolpersteine, die 2014 verlegt werden sollen, sind allerdings finanziell noch nicht gesichert, wir benötigen dafür weitere Spenden. Wir freuen uns auch über viele kleine Beträge, um die Kosten nur eines Steines von 120,00 € für das Herstellen einschließlich des Verlegens durch Gunter Demnig bezahlen zu können. Wer sich beteiligen möchte kann  unter info@dig-hannover.de Kontakt aufnehmen.

Folgend einmal exemplarisch der Lebensweg einzelner Mitglieder der Familie Steinberg, erarbeitet von Prof. Steinberg, zur Verlegung der Stolpersteine:

Paul Steinberg, 1873 in Neustadt am Rübenberge geboren, absolvierte im Kaufhaus Sternheim & Emmanuel eine dreijährige Kaufmannslehre. Nach seiner Militärzeit und einer Tätigkeit als Vertreter für eine Textilgroßhandlung kehrte er als Prokurist ins Kaufhaus Sternheim & Emmanuel zurück und wurde 1907 von Sternheim zum Teilhaber ernannt. Privat hatte er Lilly Leser, Tochter des Hamburger Warenhausbesitzers Siegfried Leser, geheiratet. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor, Ellen, Bernhard und mein Vater Kurt. Alle fünf wohnten bis Ende der 30iger Jahre in der Walderseestraße 29 in Hannover. Sie mussten flüchten und emigrierten nach Argentinien.

Ellen Steinberg heiratete in Buenos Aires Rudolph Haas, der auch aus Deutschland emigrieren musste; ihre Ehe blieb kinderlos. Bernhard Steinberg heiratete Tante Lore, die aus Deutschland flüchten musste; sie bekamen zwei Töchter, Viviana und Irene. Mein Vater Kurt heiratete Ruth Korona; aus dieser Ehe stammen mein Bruder Marcelo und ich. Beruflich ist zu sagen: Ellen blieb zu Hause, ihr Mann Rudolph Haas war Importeur von Textilien; Bernhard und Lore hatten einen kleinen Herrenausstattungsgeschäft, den es heute nicht mehr gibt; mein Vater Kurt war Elektrotechniker und arbeitete als solcher in den Stadtwerken von Buenos Aires, während meine Mutter Krankenschwester war und in späteren Jahren Englisch-Lehrerin wurde. Von allen oben genannten Personen leben heute in Buenos Aires meine Cousinen Viviana und Irene sowie meine Mutter Ruth Steinberg und mein Bruder Marcelo; alle anderen oben genannten Mitglieder meiner Familie lebten bis zu ihrem Tod in Buenos Aires.

Für uns, meine Mutter Ruth Steinberg, Ehefrau von Kurt Steinberg, meinen Bruder Marcelo und mich, sowie für unsere Cousinen Viviana Saginur und Irene Schreck, die Töchter von Bernhard Steinberg, stellen diese fünf Stolpersteine einen versöhnlichen Abschluss für einen Teil unserer Familiengeschichte sowie ein Zeichen gegen das Vergessen dar – nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Pablo Steinberg                                                                    Hannover, im September 2013

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Autorenlesung mit Karl Pfeifer am 18.09

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Karl Pfeifer liest aus seinem Buch “Einmal Palästina und zurück – Ein jüdischer Lebensweg”

Karl Pfeifer wurde 1928 in Österreich geboren, floh mit seiner Familie nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazideutschland nach Ungarn und überlebte den Holocaust durch seine Einwanderung nach Palästina mit der Kinder-Alia. Als unbegleiteter Jugendlicher kam er mit einer Gruppe seines Jugendverbandes Hashomer Hazair ins britische Mandatsgebiet.

Pfeifer lebte zunächst im Kibbuz, wurde dann Angehöriger des Palmach, der Eliteeinheit der jüdischen Selbstverteidigungsorganisation Hagana, und britischer Hilfspolizist. Im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpft er als Angehöriger der israelischen Streitkräfte, in der Negev-Wüste gegen die ägyptische Armee. Nach dem Krieg verließ er den Kibbuz und kehrte zunächst zu Ausbildungszwecken zurück nach Österreich. In den vergangenen Jahrzehnten arbeitete Pfeifer in Österreich als Journalist und war ein aktiver Unterstützer der demokratischen Opposition in der Volksrepublik Ungarn, aktuell ist er ein scharfer Kritiker des gegenwärtig dort grassierenden Antisemitismus und der Romaverfolgung. Er gilt als einer der streitbarsten Kämpfer gegen die alten Nazis und neurechte Strömungen in Österreich.

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Impressionen vom 29.08

Am 29.08 veranstaltete die DIG Hannover in Kooperation mit dem Jungen Forum der DIG Hannover an der Leibniz Universität eine Veranstaltung zum 80. Todestag von Theodor Lessing. Der AStA der Uni Hannover unterstützte die Veranstaltung und viele Interessierte fanden den Weg zu dem ehemaligen Wirkungsort von Theodor Lessing.

Neben der Abendveranstaltung mit Musik von Stella Perewalova (Piano) und Elena Kondraschowa (Geige) und einem Vortrag von Prof. Dr. Joachim Perels können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Ausstellung „Ich warf eine einsame Flaschenpost ins unermessliche Dunkel“ im Foyer des Audimax bis zum 14.09 betrachten.

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