Israeltag in Hannover 2015

Der Israeltag in Hannover findet am 17. Mai 2015 von 15-18h statt.

Der Veranstaltungsort wird wieder das Gelände am Lister Turm (Walderseestr. 100, 30177 Hannover) sein. Wie schon in den letzten Jahren erwartet alle Besucherinnen und Besucher ein buntes Bühnenprogramm, zahlreiche Infostände zu Israel, Judentum, etc. und auch Angebote für das leibliche Wohl!

Wir freuen uns auf Sie, der Eintritt ist natürlich frei!

Link zur Facebook-Veranstaltung: http://www.facebook.com/events/662008817259416/

Das Attentat auf Charlie Hebdo und seine Folgen (Vortrag und Diskussion u.A. mit Matthias Küntzel)

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Vortrag und Diskussionsveranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

Am 18.02.2015 um 19.30 Uhr in der Üstra-Remise (Goethestr. 19) in Hannover

Wie geht unsere Gesellschaft mit der Bedrohung durch Djihadismus und Antisemitismus sowie den falschen Antworten des Rechtspopulismus um?

Warum traf uns die Ermordung der Pariser Zeichner und Journalisten ins Mark? Warum bekundeten Hunderttausende auf den Plätzen Europas mit hochgehaltenen Stiften und Je suis Charlie-Plakaten ihr Entsetzen?
Weil dieser Anschlag so unmissverständlich war. Für die Attentate von London, Madrid und New York wurde vielfach noch die Außenpolitik der betroffenen Regierungen verantwortlich gemacht. Hier aber wurden zwölf Symbole für die Freiheit des Lachens und Denkens ermordet. Hier bewiesen die Islamisten, dass sie einen Krieg gegen unsere Lebensweise führen sowie gegen jeden, der diese Lebensweise schätzt. Die Morde in dem koscheren Supermarkt riefen erneut in Erinnerung, dass Judenmord zu ihren zentralen Anliegen gehört.

Bislang hat der Terror der Djihadisten die Europäer gelähmt: Eine einzige Todesfatwa gegen den britischen Autor Salman Rushdie reichte, um Tausende einzuschüchtern. Das Bild des auf offener Straße umgebrachten Islamkritikers Theo van Gogh verschärfte die Schere im Kopf. Über die berühmten Mohammed-Karikaturen wurde zwar monatelang gesprochen, doch fehlte fast allen deutschen Zeitungen der Mut, den Gegenstand dieser Kontroverse abzudrucken. Charlie Hebdo hingegen ging vor keiner Einschüchterung und vor keiner Religion in die Knie. Hätten sich seinerzeit 500 europäische Zeitungen ähnlich verhalten, wären die französischen Zeichner vielleicht noch am Leben. Jetzt aber soll das Massaker von Paris unzählige weitere Künstler und Journalisten zum Schweigen bringen.

Wird dieses Kalkül nach dem Abflauen der gegenwärtigen Empörung aufgehen? Viele werden den Djihdisten auch künftig entgegenkommen wollen, gerade weil sie brutal und rücksichtslos sind. Dies ist für unsere freiheitlichen Gesellschaften ebenso gefährlich, wie eine rassistische Ausgrenzung friedlicher Muslime in den europäischen Gesellschaften.
Werden Frankreich und Deutschland aus den Attentaten lernen? Wird zum Beispiel die falsche Beschwichtigung, der Islamismus habe mit dem Koran gar nichts zu tun endlich durch eine aufrichtige und aufgeklärte Debatte über den Islam ersetzt; durch eine Debatte, die sich die säkularisierten Muslime in Deutschland schon lange ersehnen? Und was hieße dies konkret?

Einführungsvortrag Dr. Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler und Publizist

Es diskutieren anschließend mit dem Referenten und dem Publikum:
– Sven-Christian Kindler, MdB Bündnis 90/Die Grünen und stellvertretender Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
– Michael Höntsch, niedersächsischer MdL SPD
– Jörg Hillmer, niedersächsischer MdL CDU
– Jasmin Arbabian-Vogel von „Bunt statt Braun“ Hannover.
– Moderation Dr. Kay Schweigmann-Greve, DIG Hannover

Der Eintritt ist frei.

Der Link zur Veranstaltung bei Facebook ist folgender: https://www.facebook.com/events/782267348534581/

Israeltage LUH 2014

Auch im Jahr 2014 gibt es wieder die Israeltage an der Leibniz Universität Hannover, die erneut vom Jungen Forum der DIG Hannover organisiert werden. Wie schon im letzten Jahr erwarten wir wieder zahlreiche Besucherinnen und Besuchern um nach den Vorträgen der Referenten gemeinsam diskutieren zu können. Der Besuch von allen Veranstaltungen ist kostenfrei und für alle Interessierten offen.

Mo, 24.11
19h Vortrag von Dündar Kelloglu (Rechtsanwalt, Hannover)
“Ist ISIS eine Erfindung des Mossad? – Überlegungen zum Bild
vom IS in der arabisch-islamischen Öffentlichkeit”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Di, 25.11
19h Vortrag von Jörg Rensmann (Mideast Freedom Forum Berlin)
“Israel ist immer schuld!? – Israel in deutschen Schulbüchern”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Mi, 26.11
19h Buchvorstellung von Stephan Grigat (Universität Wien)
“Die Einsamkeit Israels – Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung”
Hörsaal F128, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Do, 27.11
19h Vortrag von Michael Spaney (Mideast Freedom Forum Berlin)
“»Das Tor zur Hölle ist aufgestoßen« – Der Gazakrieg Sommer 2014”
Hörsaal B305, Gebäude 1101, Welfengarten 1 (Hauptgebäude)

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die antisemitischen Parteien oder Organisationen angehören, der antisemitischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Vortrag und Diskussion mit Jörg Rensmann am 16.10

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Zum “Mythos Nakba” wird Jörg Rensmann am 16.10 im Künstlerhaus Hannover bei der DIG Hannover zu Gast sein.

Er hält einen Vortrag, der sich mit dem palästinensischen “Narrativ” über die Entstehung des Staates Israel auseinandersetzt und es mit den historischen Fakten konfrontiert.

Im Anschluss bleibt Zeit für eine Diskussion. Sie sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Das Plakat finden sie hier: Flyer Rensmann

16. Oktober 2014 – 18:30

Künstlerhaus Hannover

Studienreise nach Israel im März 2015

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde Israels,

in Israel und im Gazastreifen schweigen zurzeit die Waffen und es gibt die Hoffnung, dass sich dieser Zustand über eine längere Zeit stabilisiert. Das veranlasst uns, Sie auf unsere nächste Studienreise nach Israel aufmerksam zu machen. Wir haben wieder ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm diesmal gemeinsam mit Biblischen Reisen zusammen gestellt, das sicherlich auch Ihnen gefallen wird. Einen Vorgeschmack mag das beigefügte Plakat entwickeln.

Sollten Sie Interesse an dieser Reise haben, wenden Sie sich bitte an uns, um Ihnen das detaillierte Programm und die weiteren vertragliche Bedingungen zuzusenden.

Herzliche Grüße von der DIG Hannover

Plakat: DIG H Studienreise 2015

 

Guy Stern am 23.11 in Hannover

Guy Stern: „Dies war mein Krieg. Es war nicht der Gedanke an Rache, sondern an die Menschen, die unter den Nazis litten. Es ging um Solidarität mit den Opfern“ 

Guy Stern, geboren 1922 in Hildesheim, erlebte eine sorglose und vom Antisemitismus unbelastete Kindheit als Mitglied im Sportverein und, nach der jüdischen Grundschule, Pennäler am Hildesheimer Gymnasium. 1933 änderte sich dies schlagartig. Die jüdische Jugendbewegung „Schwarzes Fähnlein“ wurde nun ein wichtiger Rückzugsort vor Ausgrenzung, Beleidigung und Angriffen, die jetzt den Alltag prägten.

1937 gelingt es den Eltern ein Einreisezertifikat für die USA für den Sohn zu erhalten, Guy reist zu einem Onkel nach St Louis, Missouri. In den USA arbeitet er zunächst als Kellner und versucht Geld zu verdienen und Bürgen für die Einreise seiner Familie zu bekommen, dies scheitert. Guy meldet sich 1942 zur US-Army und wird gemeinsam mit anderen Emigranten aus Deutschland in Camp Ritchie als Verhörspezialist für kriegsgefangene deutsche Soldaten ausgebildet. 1944 landet er nur drei Tage nach D-Day, dem Tag der Invasion, in der Normandie. Gemeinsam mit den ebenfalls in Camp Ritchie ausgebildeten Kameraden verhört er deutsche Kriegsgefangene und Überläufer. Er wird in Frankreich, Belgien und Deutschland eingesetzt und verhört sogar einen Hildesheimer aus seinem ehemaligen Sportverein Eintracht. Später erhält er den Bronze Star der Vereinigten Staaten für seine Verdienste bei der Massenbefragung des deutschen Volkssturms.

Nach der Kapitulation Deutschlands macht sich Guy Stern auf die Suche nach seiner Familie und erfährt, dass sie zunächst ins Warschauer Ghetto deportiert und dort bzw. im KZ Treblinka ermordet wurde. Nach Kriegsende fahndet er für die Militärregierung in Karlsruhe nach NS-Kriegsverbrechern und kehrt noch 1945 mit 23 Jahren in die USA zurück, um sein Studium zu beenden. Seine Berufstätigkeit beginnt als Deutschlehrer, heute ist er ein international anerkannter Professor für Deutsche Sprache und Literatur mit dem Schwerpunkt Exilliteratur. Seit 1978 ist Guy Stern Professor an der Wayne State Universität in Detroit, inzwischen Träger der Goethemedaille und des großen Bundesverdienstkreuzes. Wiederholt führten ihn Gastprofessuren nach Deutschland, u.a. an die Universitäten Freiburg, Frankfurt, Leipzig, Potsdam und München.

Guy Stern wird einen kurzen Film über seine Tätigkeit bei den Ritchieboys zeigen und anschließend aus seinen Leben berichten. „Hervorheben werde ich die Tätigkeit meiner Einheit bei der Befragung von Kriegsgefangen, der Untersuchung von Dokumenten, psychologischer Kriegsführung und gegen Ende des Krieges, die Suche nach Kriegsverbrechern. Ebenfalls werde ich die spezifisch jüdischen Erfahrung der Einheit der Ritchieboys während des Krieges thematisieren.“ Auch für Fragen, etwa nach der jüdischen Jugendbewegung, wird Zeit sein. 

Veranstaltung: 

23. November 2013 um 19 Uhr in der Fuhsestraße 6 im Gemeindesaal der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover. 

Der Eintritt ist frei, Prof. Stern freut sich über eine Spende für das Holocaust Museum in Detroit, wo er bis heute tätig ist.

Eine Veranstaltung der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) 

“Israel – Gelobtes Land?”

Siegward Kunath, ev.-reformierter Pastor im Ruhestand, hat eine kritische Stellungnahme zu der EKD Orientierungshilfe “Israel – Gelobtes Land?” verfasst und im ersten STANDPUNKTE Heft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Deutschland veröffentlicht.
Der Autor wird seine Kritikpunkte am 7. November vortragen und versuchen zu zeigen, was seiner Meinung nach in diesem Papier nicht ausgewogen genug, sogar verkürzt dargestellt wird, was theologisch zu hinterfragen ist oder aus sachlich nachvollziehbaren Gründen nicht unwidersprochen bleiben darf.
Dem Autor geht es um faire Darstellung aller Religionsgruppen und um genaue Information zur politischen Lage in Israel und dem Westjordanland, die nichts verschweigt.
Er wird vortragen, wo durch fehlende Information ein nicht ausgewogenes Bild der Situation entstehen kann.
S. Kunath ist durch sein langjähriges Engagement in Israel ein genauer Kenner des Landes und hat dort vielfältige Kontakte.
Der Abend verspricht, einen erweiterten Blick auf das EKD Papier und das Land Israel zu bekommen.
Referent:                Siegward Kunath, P.i.R.
Datum:                     7. November 2013, 19:30 Uhr
Ort:                            Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover, Lavesallee 4, 30169 Hannover (U-Bahn Station: Waterloo)
Veranstalter:         Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover und Arbeitskreis “Juden und Christen” der Ev.-ref. Kirchengemeinde Hannover
(Das Beitragsbild zeigt einen Zusammenschnitt vom Cover der EKD-Orientierungshilfe, (c) B. Werner, (c) GVH2012)