Samuel Salzborn zu Gast

Fußball-WM der Männer 2006 in Deutschland: Ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer, „Partypatriotismus“ überall auf den Straßen, in den Wohnzimmern und Stadien. Das sei ein „unbeschwerter Patriotismus“ so heißt es in den Feuilletons, eine „Normalisierung“ und „keine Gefahr mehr für die Welt“. „Partypatriotismus“ vielerorts in Deutschland auch 2010 beim Eurovision Song Contest, den die Hannoveranerin Lena mit ihrem Song „Satellite“ gewonnen hat.

Im Zuge dieses neu artikulierten deutschen Nationalstolzes finden aber auch andere Debatten statt. Günter Grass hat mit seiner Novelle „Im Krebsgang“ 2002 den Diskurs um deutsche Opfer im Zweiten Weltkrieg neuinszeniert. Letztes Jahr hat er dann passend dazu in seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ das iranische Atombombenprogramm verharmlost und das antisemitische Stereotyp präsentiert, dass der mehrheitlich jüdische Staat Israel den „Weltfrieden gefährde“.  Weiterlesen

“Ahmed, Ahmed, warum baust du eine Bombe?”

Mit viel Witz und klaren Worten hat der israelische Sicherheitsexperte Dan Schueftan seine Einschätzungen zur Lage im Nahen und Mittleren Osten gegeben. Er zeichnet ein düsteres Bild der Realität und kann über die Dialogbemühungen der Europäer nur den Kopf schütteln. Der einzige Grund, weswegen Israel heute noch existiere, sei die Angst der umliegenden arabischen Staaten vor der militärischen Schlagkraft des Landes. Weiterlesen