Holocaustgedenkstätte Yad Vashem geschändet

JERUSALEM (inn) – Unbekannte haben in der Nacht zum Montag die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem geschändet. An mehreren Stellen fanden sich anti-israelische und anti-jüdische Graffiti. Einer der Sprüche lautete: “Hitler, danke für den Holocaust”.

Insgesamt seien mindestens zehn Slogans aufgesprüht worden, vor allem auf dem “Warschauer-Ghetto-Platz”. Avner Schalev, Vorsitzender von Yad Vashem, sagte laut der Tageszeitung “Yediot Aharonot”: “Ich bin entsetzt über diesen eklatanten Ausdruck von Hass gegenüber dem Staat und dem Zionismus. Damit wurde eine rote Linie überschritten. Ich habe den Bildungsminister über den Vorfall unterrichtet und er war ebenfalls aufgebracht.”

Mitarbeiter der Gedenkstätte hatten die Schmierereien am Montagmorgen entdeckt. Die Polizei hat die Untersuchungen aufgenommen.

Yad Vashem (“Denkmal und Name”) ist die weltweit größte und bedeutendste Gedenkstätte, die an die Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten erinnert und diese wissenschaftlich dokumentiert. Sie wurde 1953 mit Beschluss der Knesset gegründet.

Von: D. Nowak, Israelnetz

 

Reaktion des Vorsitzenden von Yad Vashem auf die hasserfüllten Schmierereien

23. Juni: Erfinder des Gaza-Rückzugs kommt nach Hannover

Vortrag und Diskussion mit dem israelischen Sicherheitsberater Dan Schueftan

„Eskalation in Nahost? – Israels Sicherheit in einer Region im Umbruch“

 

Dan Schueftan in Hannover

Dan Schueftan in Hannover

Er gilt als Erfinder des einseitigen Rückzugs Israels aus dem Gaza-Streifen. Am Samstag, 23. Juni, 18 Uhr, kommt Dan Schueftan, einer der bekanntesten Sicherheitsberater des nahen Ostens, nach Hannover. Im Haus der Region Hannover (Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover) hält er einen Vortrag (auf deutsch) über die Sicherheitslage Israels in unruhigen Zeiten.

Die Umbrüche in der arabischen Welt erlauben zwar die Hoffnung auf eine Ausbreitung von Demokratie und Freiheit in der Region, aktuell sind es aber vor allem radikal islamistische und anti-israelische Kräfte, die von Instabilität und Wahlen profitieren. In Ägypten dient die Hetze gegen Israel diversen Parteien und Kandidaten im Wahlkampf, der Friedensvertrag mit Israel von 1979 wurde offen in Frage gestellt. Die Sicherheitslage an der israelisch-ägyptischen Grenze ist bereits jetzt äußerst angespannt, und Israel hat mit dem Bau einer besser gesicherten Grenzanlage begonnen. Der Bürgerkrieg in Syrien birgt nicht zuletzt durch die Chemiewaffen des Assad-Regimes und islamistischen Kräften in der Aufstandsbewegung Gefahren für Israel. Auch auf den Libanon schwappt der Konflikt immer stärker über. Die Hisbollah verstärkt dort mit iranischer Hilfe die Kontrolle über das Land und verfügt über ein gegenüber dem Ende des letzten Libanonkriegs 2006 deutlich gewachsenes Raketenarsenal. Über allem schwebt die existenzielle Bedrohung durch das iranische Atomwaffenprogramm, welches bislang weder durch Sanktionen noch durch Diplomatie gestoppt werden konnte. Bei einem Versagen der Diplomatie stünde Israel vor der äußerst riskanten Entscheidung, einen Präventivschlag gegen die iranischen Atomanlagen zu führen.

Wir laden Sie herzlich ein, diese und andere Entwicklungen mit einem der international angesehensten israelischen Sicherheitsexperten zu diskutieren.

Dr. Dan Schueftan ist Direktor des Zentrums für Nationale Sicherheitsfragen an der Universität Haifa. Seit drei Jahrzehnten gehört er zu den Beratern der israelischen und anderer Regierungen. Unter anderem beriet er die Premierminister Rabin und Scharon. Er ist regelmäßig in internationalen Medien präsent, veröffentlichte zahlreiche Bücher und plädierte als einer der ersten für den 2005 vollzogenen einseitigen israelischen Rückzug aus Gaza.

Eine Veranstaltung des Mideast Freedom Forum Berlin
Unterstützt von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, den Israelfreunden Norddeutschland (Arbeitskreis Hannover) und der SJD-Die Falken Bezirk Hannover

Veranstalter Dan Schueftan in Hannover 23.06.2012

 

 

 

 

 

Gauck: “Vergiss nicht! Niemals.”

Folgende Worte schrieb Bundespräsident Joachim Gauck in das Gästebuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem:

«Wenn du hier gewesen bist, sollst du wiederkommen. Zuerst nur: die
Flut der Gefühle, erschrecken vor dem Ausmaß des Bösen, mitleiden,
mitfühlen, trauern – wegen eines einzigen Kinderschicksals oder wegen
der Millionen unschuldiger Opfer.

Und wiederkommen sollst du, weil auch du wissen kannst: Namen der
Opfer – wieviele kennst du? Namen der Täter – deutsche zumeist –
Verursacher, Vollstrecker, auch Namen von Schreckensorten wirst du
dir einprägen und wirst erschrecken vor dem brutalen Interesse von
Herrenmenschen.

So wirst du dann hier stehen und dein Gefühl, dein Verstand und
dein Gewissen werden dir sagen: Vergiß nicht! Niemals. Und steh zu
dem Land, das hier derer gedenkt, die nicht leben durften.»

Joachim Gauck

Aygül Özkan und Stefan Schostok kommen zum Israeltag am 10. Juni

Hochrangiger Besuch hat sich zum disjährigen Israeltag in Hannover angekündigt. Sowohl die Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan als auch der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Schostok, werden am 10. Juni, ab 15 Uhr, im Innenhof des Lister Turms mitfeiern. Darüber hinaus wird Bernd Strauch, Erster Bürgermeister, die Grüße der Stadt überbringen. Weiterlesen