Vortrag von Stephan Grigat: Antisemitismus in der Linken? Annäherung an ein kontroverses Thema

Datum: Montag, 16. Januar 2017, 19:00 Uhr

Ort: ver.di-Höfe Hannover, Goseriede 10, 30159 Hannover

Sind Spekulanten „Heuschrecken“? Und betreibt Israel eine „Vernichtungspolitik gegen die Palästinenser“? Oder zeigt sich in solchen Aussagen, dass die Linke nicht nur eine antisemitische Schlagseite hat, sondern in einigen ihrer Aus- prägungen ein handfestes Antisemitismusproblem?

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Vortrag: Antisemitismus in Ungarn

In Ungarn existiert eine offen auftretende postfaschistische Bewegung, die Juden, Roma und Sinti bedroht. Ungarns Exekutive und auch die aktuelle Regierung treten diesen politischen Strömungen nicht entgegen, sondern paktieren mit ihnen.

Bei den Parlamentswahlen 2010 siegte ein rechtes Wahlbündnis und erhielt eine Zweidrittelmehrheit der Mandate. Dieser radikale Rechtsruck führte dazu, dass Viktor Orbán von der Partei FIDESZ zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. Im April 2011 lies er eine neue Verfassung verabschieden, die sich als Grundlagen der Nation in ihrer Präambel unter anderem zu Gott, Stephanskrone und Vaterland, Christentum, Familie und Nationalstolz bekennt.

Seit Machtantritt dieser Regierung erfolgte eine rigorose „Säuberung“ des Staatsapparates, in Rundfunk und Fernsehen wurden alle Leitungsfunktionen neu besetzt und kritische Journalisten mundtot gemacht. Im Kulturbereich wurden z.B. bekennende Antisemiten zu den Leitern des „Neuen Budapester Theaters“ ernannt.

Journalist Karl Pfeifer aus Wien. Als drittstärkste politische Kraft, noch rechts von dieser Regierung, agiert die Partei „Jobbik“, die offen an die nationalsozialistischen „Pfeilkreuzler“ anknüpft (die während der deutschen Besatzung Ungarns aktiv an der Ermordung der Juden beteiligt waren) und auch heute mit ihrer paramilitärischen „Ungarischen Garde“ insbesondere Sinti und Roma auch physisch angreift.

Der Wiener Journalist Karl Pfeifer hielt am 4. November in Jerusalem vor dem Israelischen Rat für Beziehungen mit dem Ausland einen Vortrag über Nationalismus und Antisemitismus in Ungarn. Er wird eine aktualisierte Version dieses Vortrags in Hannover halten. Darin gibt er einen aktuellen Überblick über die politische Situation in Ungarn und schildert, was in einem europäischen Land passiert, in dem Antisemitismus und Antiziganismus salonfähige Ideologien sind.

Karl Pfeifer, geb. 1928, ist Journalist, lebt und arbeitet in Wien. Er floh vor den Nazis 1938 aus Österreich nach Ungarn und von dort 1943 mit weiteren 50 Jugendlichen nach Palästina. 1946 meldete er sich freiwillig zum Palmach, einer Elitetruppe der Hagana, und kämpfte 1947-1949 im Negev. 1951 kehrte er aus Israel zurück nach Wien. Karl Pfeifer gehört auch dem Kuratorium des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes an.

Vortrag: Antisemitismus und Antiziganismus im heutigen Ungarn,
22. November 2012, 19 Uhr,
Liberale Jüdische Gemeinde „Etz Chaim“, Fuhsestr. 6, 30419 Hannover,
Stadtbahn-Haltestelle „Stöckener Friedhof“, Stadtbahnlinien 4 und 5.

Mehr als 70 Raketen auf Israel – drei Verletzte

Raketen aus Gaza

Eine nach dem Raketenangriff zerstörte Wohung

 

Seit dem frühen Mittwochmorgen haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen mehr als 70 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in den Bezirken Eshkol und Chof Ashkelon.

Drei Menschen wurden Medienberichten zufolge verletzt, zwei von ihnen schwer. Bei allen drei Verwundeten handelt es sich um ausländische Arbeiter. Fünf Häuser wurden von den Raketen getroffen.

Der Schulunterricht wurde heute im Süden Israels abgesagt.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben Angriffe gegen Stellungen der Terroristen begonnen, von denen aus die Raketenangriffe erfolgt waren. Drei Treffer wurden bereits vermeldet.

Dieser Text ist von der Website der Israelischen Botschaft in Berlin übernommen. Er beruht auf Informationen von Ynet und den Israelischen Streitkräften.

Attacke auf Generalsekretär des Zentralrats der Juden

Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, ist nach einem Synagogenbesuch an Jom Kipur Opfer einer verbalen Attacke geworden. Der Angreifer drohte auch mit Gewalt. Nach dem verheerenden Angriff auf einen Rabbi und Pöbeleien gegen eine Gruppe jüdischer Schülerinnen ist dies bereits der dritte bekannt gewordene Fall offenen Antisemitismus’ innerhalb weniger Wochen in Berlin. Weiterlesen

DIG Hannover protestiert gegen israelfeindlichen Text auf Bundestags-Website

Mit einem offenen Brief an alle Bundestagsabgeordneten aus der Region Hannover sowie den Wahlkreisen Celle-Uelzen, Gifhron-Peine, Hameln-Pyrmont-Holzminden und Hildesheim hat der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, Kay Schweigmann-Greve, gegen einen israelfeindlichen Artikel auf der Website www.bundestag.de reagiert. Weiterlesen